Grevenbroich: "Rock-Sommernacht" lockt mehr als 1500 Besucher

Benefizkonzert in Grevenbroich : Rocknacht für den guten Zweck lockt mehr als 1500 Besucher

In ihrer dritten Auflage war die „Rock-Sommernacht“ am Neurather Kraftwerk erstmals zweitägig. Als Headliner begeisterte eine „Kiss“-Coverband die Besucher. Der Erlös geht an einen guten Zweck.

Beim ersten Mal hatten sie mit 200 Besuchern gerechnet. Es kamen 500. Ein Jahr später waren es schon mehr als 700. In ihrer dritten Auflage wurde die „Rock-Sommernacht“ am Wochenende erstmals zum zweitägigen Festival. Mit Riesenerfolg. „Rund 1500 bis 1800 Zuschauer waren insgesamt da“, sagt Veranstalter Hans Holz. „Wir sind mehr als zufrieden“.

Vor zwei Jahren war es noch eine Idee unter RWE-Mitarbeitern. Ein paar Bands aus dem Kollegenkreis traten auf. „Wir wollten nicht nur auf der Weihnachtsfeier spielen, sondern auch mal draußen“, erinnerte sich Holz vergangenes Jahr im NGZ-Gespräch. Die Idee kam so gut an, dass sich im Schatten des Kraftwerks Neurath eine regelmäßige Veranstaltung entwickelte. Stets für den guten Zweck. Und von Jahr zu Jahr ein wenig größer.

Mehr als 1500 Besucher feierten am Wochenende für den guten Zweck. Foto: Hans Holz

Am Wochenende standen nun sieben Bands auf der Bühne am RWE-Parkplatz. Den Grundstock bildeten dabei weiterhin regionale Rockbands wie „Antidepressiva“, „Butz Bravo“, „Tight“ und „Storm of Anger“. Dazu gesellte sich die junge Mönchengladbacher Punkband „Procton“ und als Highlight zwei erfolgreiche Cover-Bands. Am Freitag spielten „La Ultima“ die größten Hits von „Böhse Onkelz“. Am Samstag trat mit „Kissin Time“ aus Kassel eine der laut Holz besten „Kiss“-Tribute-Bands des Landes auf.

„Die Gruppen haben sehr viele Zuschauer angezogen“, sagt Holz. Für die Veranstalter ist das nicht nur eine schöne Anerkennung, sie schlägt sich im Ertrag nieder. Zwar ist der Eintritt zur „Rock-Sommernacht“ kostenlos, der Erlös aus dem Essens- und Getränkeverkauf kann sich sehen lassen. „Nach Abzug der Kosten bleibt wohl ein hoher vierstelliger Betrag übrig“, vermutet Holz. Wo genau das Geld hingehen soll, weiß er noch nicht. Sicher ist, dass es wieder an regionale Projekte geht. „Die Tafel wird ihren Anteil erhalten“, sagt er.

Sicher ist, dass es eine vierte Auflage des Festivals geben wird. Kraftwerks-Chef Tilmann Bechthold habe im Gespräch mit Holz bereits zugestimmt. „Ohne die Unterstützung von RWE wäre das alles nicht zu leisten“, sagt Holz. Er und seine Mitstreiter nahmen ihren Benefiz-Anspruch schon während der Veranstaltung ernst. Am Samstag war Jana Adam von der Initiative „Grevenbroich packt an – warm durch die Nacht“ mit Obdachlosen vor Ort. Die Veranstalter sorgten für freie Verpflegung.

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