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Grevenbroich: Rheinlandtaler für "Mr. Naturschutz"

Auszeichnung für Norbert Wolf : Rheinlandtaler für „Mr. Naturschutz“

Norbert Wolf wird mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet. Der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) hat sich jetzt für den ehemaligen Umweltbeauftragten als Preisträger entschieden.

Mit dem Rheinlandtaler, der von dem Künstler Wolfgang Reuter gestaltet wurde, ehrt der LVR seit 1976 Menschen, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Entwicklung des Rheinlandes verdient gemacht haben. „Das trifft auf Norbert Wolf unbedingt zu“, sagt Hans-Christian Markert, umweltpolitischer Sprecher der grünen Kreistagsfraktion. „Denn er setzt sich leidenschaftlich für den Erhalt und die Entwicklung unserer Kulturlandschaft ein.“

Das sei für die Fraktion ausschlaggebend gewesen, den Neuenhausener als Preisträger vorzuschlagen. „Dass er schließlich vom Kuratorium ausgewählt wurde, freut uns sehr“, sagt Markert, der nun darauf hofft, dass ein weiteres Vorhaben gelingen wird. Denn gemeinsam mit Wolf versuchen die Grünen, einen Teil der Königshovener Höhe als Naturschutzgebiet auszuweisen.

Norbert Wolf hatte den Schutz von Fauna und Flora zu seinem Beruf gemacht, als er 1985 vom damaligen Bürgermeister Hans-Gottfried Bernrath zum ersten und einzigen Umweltbeauftragten ernannt wurde. Im vergangenen Jahr ging der 63-Jährige vorzeitig in Ruhestand – mit einer ordentlichen Bilanz. Grevenbroich ist durch ihn „grüner“ geworden.

Das Schneckenhaus hat er zu einem Umweltzentrum ausgebaut – und Wolf schaffte es, am Neurather See ein Gleichgewicht von Naherholung und Naturschutz herzustellen. Über Jahre hinweg trug er zudem eine Biotop- und Artenkartei zusammen, um Lebensräume von Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Sein erstes Projekt waren Kopfweiden, die er an der Erft setzte. 1985 hatten die Setzlinge einen Durchmesser von drei Zentimetern, heute sind es dicke, knorrige Bäume.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, sagt Norbert Wolf. Wann und wo der Rheinlandtaler an ihn verliehen wird, steht zurzeit noch nicht fest.