Grevenbroich: Renè Siegl Schützenkönig in Laach

Schützenfest in Laach : Laacher feiern ihren König ohne Königin

Die Schützen des Volks- und Heimatvereins Laach 1921 e.V. freuen sich, nach einem königslosen Jahr wieder Schützenfest mit einem Regenten zu feiern: Er heißt René Siegl und war vor 15 Jahren bereits Klompenkönig.

Der Single regiert Laach ohne Königin – sich eine „Leihkönigin“ zu suchen, darauf hatte er bewusst verzichtet. Er wurde bereits am Freitag gekrönt. Als Adjutanten unterstützen ihn Fabian Schmelzer und Stefan Kerl. Die vielen Gastvereine trugen maßgeblich mit dazu bei, dass das Zelt proppevoll wurde. Für höfischen Glanz sorgten die drei kleinen Hofdamen Victoria Siegl, Leonie Schneider und Lena Rieden sowie das größere Hofdamen-Trio Louisa Leusch, Jasmina Kemplin und Elvira Krynicki.

Bürgermeister Klaus Krützen machte Oberst Richard Hanke ein Kompliment: „Sie schaffen es immer, dass hier totale Ruhe einkehrt bei Zeremonien wie der Krönung.“ Eine dieser Zeremonien war der Große Zapfenstreich im Rahmen der Krönung. Den Stadtschützenorden verlieh er an Stefan Bechtel, den Standartenträger des Jägerzugs Waldhorn. Präsident Uwe Mayer stellte den König vor, der vor 40 Jahren in Düsseldorf geboren wurde. „Er schwingt gerne das Tanzbein“, erklärte der Präsident. Ebenfalls bemerkenswert: Der Schützenkönig hat sowohl eine Lehre zum Maurer, als auch zum Maler und Lackierer absolviert und übt beide Berufe aus.

Für den Regenten gab es Jubel und stehende Ovationen. In seiner Antrittsrede gestand René Siegl seine intensive Verbindung mit dem „schönen Ort Laach – und es erfüllt mich mit Stolz, heute von hier oben zu Ihnen sprechen zu dürfen.“ Er erinnerte daran, dass seine Eltern vor genau 15 Jahren das Laacher Königspaar waren. In seiner Ansprache hob er die Bedeutung von Freundschaften abseits der virtuellen Welt hervor und endete mit der Aufforderung: „Lasst das Zelt beben – Prost!“ „Wir werden Dir ein ganzes Jahr folgen, wenn Du vernünftig bist“, sicherte ihm der Oberst zu.

Samstagabend sorgten die Swinging Fanfares für Stimmung. Heute Abend endet das Schützenfest mit dem Königsvogelschuss. Präsident Mayer hofft, dass einer der knapp 100 aktiven Schützen bereit ist, die Königswürde zu übernehmen. „Wir haben leider viel zu wenig junge Schützen und zu allem Überfluss hat sich gerade erst ein junger Zug aufgelöst.“

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