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Grevenbroich: Regenschirm hilft der Tafel

Regenschutz mit bunten Motiven : Grevenbroich-Schirm hilft der Tafel

Hundert Exemplare wurden von dem neuen Grevenbroich-Schirm hergestellt, von dem die Existenzhilfe profitieren soll. Wo es den Regenschützer gibt und welche Stadt ebenfalls einen bekommt.

Der alte Torbogen ist drauf, der Turmkater von Otmar Alt ebenfalls und natürlich auch die „dicke Emma“, die am Eingang zur Fußgängerzone steht: Das sind drei von insgesamt acht Motiven, die Wolfgang Engel für den neuen Stadt-Schirm ausgewählt hat, der ab sofort erhältlich ist. Ein Teil des Verkaufserlöses ist für die Grevenbroicher Tafel bestimmt.

Das freut deren Chef Wolfgang Norf – denn: „Die Spenden sind in den Corona-Monaten deutlich zurückgegangen“, sagt der Geschäftsführer der „Existenzhilfe.“ Und das ausgerechnet zu einer Zeit, in der ein Teil der Fahrzeug-Flotte schlapp zu machen droht. „Einige unserer Autos, mit denen täglich Lebensmittel für Bedürftige abgeholt werden, sind mehr in der Werkstatt als auf der Straße“, schildert Norf. Dringend benötigt wir ein neues Kühlfahrzeug, auf das bereits seit Monaten eisern gespart wird.

Da jeder Euro gebraucht wird, kommt die Geschäftsidee von Wolfgang Engel wie gerufen. Der Hildener hat bereits seine Heimatstadt mit Motiv-Schirmen ausgestattet, auch die Mettmanner haben bereits ihren eigenen Regenschutz. Exakt 100 Exemplare hat Engel nun für Grevenbroich herstellen lassen. Ist die Nachfrage groß, soll es eine zweite Auflage geben. Zurzeit ist der Stadt-Schirm lediglich bei der Existenzhilfe an der Merkatorstraße erhältlich, es wird aber nach weiteren Verkaufsstellen gesucht. Jeder Schirm kostet 27,90 Euro, von denen drei Euro an die Tafel gehen.

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Wolfgang Engel, der gelernter Fotolaborant ist und ähnliche Charity-Aktionen bereits in anderen Städten startete, hat die Motive selbst „geschossen“ und war zu unterschiedlichen Jahreszeiten in Grevenbroich unterwegs. So sind auf dem Schirm unter anderem Schnee-Aufnahmen von der Villa Erckens oder vom „Blitz“-Kunstwerk im Landesgartenschau-Gelände zu sehen. Und das Haus Portz zeigt sich auf einem weihnachtlich illuminierten Marktplatz.

Weitere 100 Exemplare sind für Jüchen hergestellt worden, ebenfalls mit markanten Ansichten von Gebäuden und Landschaften. Auch dort wird ein Teil des Erlöses an die Tafel gehen. Denn die Existenzhilfe versorgt schon seit mehreren Jahren auch bedürftige Menschen in der Nachbarstadt von Grevenbroich.