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Grevenbroich: Ratsmehrheit will umstrittene Tempo-30-Zonen kippen

Vorstoß von CDU, UWG und FDP : Ratsmehrheit will strittige Tempo-30-Zonen in Grevenbroich kippen

CDU, UWG und FDP – und damit die Mehrheit des Stadtrates – haben einen gemeinsamen Kompromissvorschlag für die umstrittenen Tempo-30-Zonen auf den Hauptverkehrsstraßen der Innenstadt entwickelt. FDP-Chef Markus Schumacher wird im Rat auf eine sofortige Abstimmung drängen.

„Es wurde lange genug beraten, jetzt muss eine Entscheidung getroffen werden.“

Die drei Fraktionen drängen darauf, die Tempo-30-Schilder auf der Lindenstraße hinter dem Hagelkreuz abzubauen. „Wir sehen an dieser Stelle keine Notwendigkeit für eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Hauptzufahrtsstraße zur Innenstadt“, sagt CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser. Das dort angesiedelte Seniorenzentrum sei kein überzeugendes Argument für ein Tempo-Limit – „denn dessen Hauptzugang liegt nicht an der Linden- sondern an der Hundhausenstraße.

Auf der Rheydter Straße soll laut CDU, UWG und FDP die 30-Zone bleiben – allerdings zeitlich auf die Unterrichts- und Betreuungszeiten der Erich-Kästner-Grundschule begrenzt werden. „Zwar liegt auch der Eingang der Schule nicht unmittelbar an der viel befahrenen Straße, dennoch hatten Eltern und Lehrer in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass der Schulweg der Kinder nicht sicher genug sei, weil die Schüler die Rheydter Straße queren müssen“, sagt UWG-Fraktionsvorsitzender Carl Windler.

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Diesen Sorgen wollen die drei Fraktionen mit einem temporären Tempo-Limit begegnen. Das ließe sich „relativ leicht“ mit Zusatzschildern realisieren. Gelten soll die zeitliche Begrenzung lediglich in Höhe der Schule, also auf einem Teilstück von 300 Metern. Der Vorteil dieser Lösung liegt laut Kaiser, Windler und Schumacher darin, dass der Berufsverkehr am frühen Morgen und am späten Nachmittag nicht von Tempo 30 betroffen wird.

(wilp)