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Grevenbroich: Rats-Bündnis fordert Konzept für den Bahnhof

Ärger über leer stehende Immobilien : Rats-Bündnis fordert Konzept für den Bahnhof in Grevenbroich

Mit rund 150.000 Euro aus einem Sofortprogramm des Bundes haben zwar Fassade und Empfangshalle einen neuen Anstrich erhalten – doch: Verglichen mit dem vorherigen Zustand des Bahnhofs sei nicht wirklich ein Unterschied zu erkennen, kritisieren jetzt SPD, Grüne und Mein Grevenbroich.

„Kaum Effekt für 150.000 Euro Steuergeld“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Nachdem sich der Bund mit einer erheblichen Fördersumme an der Gebäudesanierung beteiligt hat, sieht das Dreier-Bündnis nun die Deutsche Bahn am Zug. Sie soll Lösungen für die leer stehenden Immobilien im Bahnhof finden. Seit Jahren schon werde versucht, mit der DB diesbezüglich in einen konstruktiven Dialog zu treten – allerdings vergeblich, bedauern die drei Fraktionen. Den jüngsten Vorschlag der Landtagsabgeordneten Heike Troles (CDU), die Leerstände mit Mitteln aus dem „Sofortprogramm Innenstadt“ anzumieten, lehnt das Bündnis ab. „Warum sollte die Stadt der Bahn unter die Arme greifen, die als Eigentümerin Verantwortung für den Zustand des Gebäudes und für die Beseitigung der Leerstände trägt?“

In Zusammenhang mit der am Bahnhof bestehenden Obdachlosenproblematik hatte der DB-Konzernverantwortliche Werner Lübberink unlängst die Stadt zum Handeln aufgefordert. Auch das wird vom Bündnis kritischen gesehen: „Die beste Sozialkontrolle erreicht man durch die Belebung der Leerstände – und hier ist nicht in erster Linie die Stadt, sondern die Eigentümerin am Zug.“ Die DB müsse ein Konzept für die Zukunft des Bahnhofs vorlegen.

(wilp)