Grevenbroich: Politiker fordern Lärmschutz auf der L 361-Brücke für die Südstadt

Straßenverkehr in Grevenbroich : Politiker fordern Lärmschutz auf der L 361-Brücke für die Südstadt

Für Lärmschutz entlang der L 361-Brücke am Rande der Südstadt machen sich die Grünen stark, Unterstützung erhalten sie dabei von der UWG-Fraktion. Seit Jahren sorgt der Lärm, der von der viel befahrenen Zeppelin- und Aluminiumstraße zu den benachbarten Straßen in der Südstadt dringt, für Ärger.

Ein Problem laut den Grünen: Die Dehnungsfugen auf der Brücke über die Eisenbahn, bei deren Überfahren Lärm entstehe. „Die Verwaltung wird beauftragt, beim Landesbetrieb Straßen.NRW.de, die für die Brücke zuständig ist, auf lärmreduzierende Maßnahmen bei den Dehnungsfugen zu drängen“, haben die Grünen beantragt.

Zudem solle die Stadt klären, ob „im Zuge des wachsenden Verkehrsaufkommens durch den neuen Logistiker und die Wohnbebauung An Mevissen an dieser Brücke eine Lärmschutzwand errichtet werden kann“, erklärt Fraktionsvorsitzender Dirk Gawlinski. „Wir setzen uns dafür ein, dass der Lkw-Verkehr etwa von den Logistikunternehmen nicht durch die Orte fahren, sodnern auf die jetzt zur Bundesstraße umgewandelte A 540 geleitet wird“, erläutert Grünen-Ratsherr Dieter Dorok. Dadurch steige aber auf der B 59 das Verkehrsaufkommen. „Deshalb halten wir dort Lärmschutz für erforderlich“, damit die Südstadt nicht zusätzlich belastet werde. Die Verwaltung hat den Landesbetrieb um eine Stellungnahme gebeten, eine Antwort steht laut Stadt noch aus.

Bereits 2015 hatten Südstädter Lärmschutz für ihr Wohngebiet gefordert. „Vor zwei Jahren wurden die Dehnungsfugen auf der Brücke überarbeitet. Wir hatten gehofft, dass es leiser wird, doch wir haben keine Verbesserung festgestellt“, sagt UWG-Ratsherr Claus Schäfer. „Der Lärm von der Brücke ist weithin zu hören, bei entsprechender Windrichtung sogar bis zu mir an der Herkenbuscher Straße, in Luftlinie etwa 350 Meter entfernt.“ Handlungsbedarf sieht er auch, weil der Lkw-Verkehr auf der Brücke, „bei uns heißt sie ,Startbahn Nord’“ – zugenommen hat. „Die neue Umgehungsstraße auf der B 59 wird gern als Abkürzung genutzt. Wir unterstützen den Antrag der Grünen.“ Schäfer regt eine Lärmschutzwand an, „die vogelfreundlich ist – nicht aus Glas, an der sich Vögel das Genick brechen.“ Vorstellbar sei auch eine Wand „mit Solarelementen“.