Grevenbroich: Politiker checken die Sportplätze der Stadt

Sportausschuss prüft Spielfelder und Gebäude : Politiker checken alle Sportplätze im Stadtgebiet

Der Sportausschuss prüft den Zustand von Spielfeldern und Gebäuden. Die Stadt soll sich um Fördergelder des Landes kümmern.

Welche Sportplätze sind in Ordnung, welche Anlagen müssen saniert werden – und wann soll dafür Geld zur Verfügung gestellt werden? Diese Fragen sollen am Ende einer derzeit laufenden „Bereisung“ des Sportausschusses beantwortet werden. Bis zum kommenden Frühjahr pendeln die Politiker noch von Platz zu Platz, um sich ein Bild vom Zustand aller Sportstätten im Grevenbroicher Stadtgebiet zu verschaffen.

Dabei nehmen sie nicht nur die Spielfelder, sondern vor allem auch die Sportplatzgebäude unter die Lupe. „Da gibt es durchaus Unterschiede“, sagt Ausschussvorsitzender Friedhelm Schillings (CDU). So seien etwa die Duschen in Gustorf in einem Zustand, der eine zeitnahe Sanierung erforderlich mache. Gleiches gilt für das Vereinsgebäude der SG Neukirchen-Hülchrath, auch dort sind die Sanitäranlagen in die Jahre gekommen. Am Ende ihrer Sportplatz-Tour wollen die Politiker eine „Notwendigkeits-Liste“ erstellen, die dringendsten Renovierungs-Fälle sollen auf diesem Papier ganz nach oben rücken.

„Im Januar geht die ,Bereisung’ weiter. Zwei Termine haben wir noch vor der Brust“, sagt Schillings. „Danach wird überlegt, wie wir weiter vorgehen sollen.“ Parallel dazu loten die Sportpolitiker aus, welche Förderungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden können.

Die Stadt hat in jüngster Vergangenheit viel Geld in den Sport investiert. Alleine in diesem Jahr konnten die Plätze in Orken und in Gustorf mit einem Kunstrasen auf Vordermann gebracht werden, im nächsten Jahr wird die Wevelinghovener Anlage mit künstlichem Grün ausgestattet. Zwischenzeitlich haben auch der SV Hemmerden und der FC Süd im Rathaus ihr Interesse an einem Kunstrasen angemeldet – und nicht zuletzt sollen die Frimmersdorfer Fußballplätze aufgegeben werden, zugunsten einer Ertüchtigung der Neurather Sportanlage.

Vor diesem Hintergrund hat die CDU die Stadtverwaltung zu einer Prüfung aufgefordert. Im Rathaus soll möglichst schnell ermittelt werden, welche Anlagen für das NRW-Förderprojekt „Moderne Sportstätten 2022“ in Frage kommen. Das Land hat insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld kann in den Jahren 2019 bis 2022 von Vereinen und Verbänden zur Modernisierung und Instandsetzung, zur energetischen Sanierung und für den barrierefreien Ausbau von Sportstätten abgerufen werden.

Nicht nur mit Blick auf die vom FC Süd und SV Hemmerden gewünschten Kunstrasenplätze hält CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kaiser eine Geldspritze aus Düsseldorf für notwendig. „Auch die teilweise maroden Sanitär- und Heizungsanlagen vieler Vereine machen Fördergelder erforderlich“, sagt er. Die Stadtverwaltung will nun prüfen, welche Anlagen für einen Landeszuschuss in Frage kommen.

(wilp)
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