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Grevenbroich: Pfarrsaal wird in Kapellener Kirche integriert

Kirche in Grevenbroich : Kirche mit integriertem Pfarrsaal

Die Kapellener Pfarre St. Clemens will wie in Allrath einen Versammlungsraum im Gotteshaus schaffen. Sie wartet auf die Genehmigung des Erzbistums Köln. Für 2022 ist ein weiteres Projekt in der Kirche geplant.

(cso-) Gleich zwei Projekte in ihrer Pfarrkirche hat sich die katholische Gemeinde St. Clemens vorgenommen. In den Gottesdienstraum soll ein neuer Versammlungsraum integriert werden, anschließend soll 2022 die gebraucht gekaufte Orgel aufgebaut werden. 2019/20 war das Gotteshaus bereits außen vom Dach bis zum Mauerwerk saniert worden – für rund 1,5 Millionen Euro.

Nun soll es drinnen weiter gehen.  „Die Schaffung der Versammlungsfläche in der Kirche möchten wir dieses Jahr beginnen und auch beenden“, kündigt Erich Broekmanns, geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, an. Der bisher genutzte Raum im Pfarrheim wird als Bewegungsraum für die Kita benötigt. Bei der neuen Lösung orientieren sich die Kapellener auf Vorschlag von leitendem Pfarrer Meik Schirpenbach an Allrath. Wie dort soll im Bereich unter der Orgel ein Mehrzweckraum entstehen, dafür soll in Kapellen die Orgelempore um zwei Meter verlängert werden. Im Gegensatz zu Allrath, wo Glastüren geplant sind, „wählen wir eine zum Altarraum hin offene Lösung, ohne Abtrennung“, sagt Broekmanns. In beiden Kirchen soll der Raum bei Gottesdiensten mit vielen Besuchern einbezogen werden können. „Die integrierte Lösung stärkt die Verbundenheit der Gemeinde mit ihrer Kirche“, betont Broekmanns. 88 Quadratmeter groß soll die Fläche sein, rund 100.000 Euro kostet der Umbau. Die Pläne sind fertig, „wir warten auf ein Gespräch mit dem Erzbistum und auf die Genehmigung von dort“, sagt Broekmanns. „Mit dem Umbau möchten wir gern im Herbst beginnen.“

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Im zweiten Schritt soll die „neue“ Seifert-Orgel folgen – ein 400.000 Euro-Projekt. Die Gemeinde hat ein gebrauchtes Instrument aus einer Mönchengladbacher Kirche gekauft, das zurzeit eingelagert ist. Vor dem Einbau soll es erweitert und angepasst werden. Rund 80.000 Euro hat die Kirchengemeinde bislang an Spenden für die Orgel eingenommen. „Wegen Corona ist es zurzeit aber schwer, um Spenden zu werben, Veranstaltungen sind nicht möglich.“ Dennoch hofft Broekmanns auf weitere Spender, „damit wir nicht unsere Eigenmittel weitgehend aufbrauchen“.