„7 Tage, 1 Song“ aus Grevenbroich Pfarrer gewinnt „Fööss“-Musiker für seinen Podcast

Grevenbroich · Seit mehr als zwei Jahren ist der Grevenbroicher Pfarrer Christoph Borries mit seinem Podcast auf Spotify unterwegs. Für die 125. Folge hat er prominente Unterstützung von zwei Musikern der „Bläck Fööss“ erhalten.

 Christoph Borries „ungerm Adler“ im Kölner Friedenspark.

Christoph Borries „ungerm Adler“ im Kölner Friedenspark.

Foto: Borries

„7 Tage 1 Song“ heißt der Podcast, mit dem Berufsschulpfarrer Christoph Borries seit Beginn der Corona-Pandemie auf Sendung geht. Im Schnitt werden seine Beiträge rund 4000 Mal wöchentlich aufgerufen, vorwiegend von Hörern im Alter zwischen 25 und 32 Jahren. Borries hat jetzt die 125. Folge veröffentlicht – und dabei prominente Unterstützung von zwei Mitgliedern der „Bläck Fööss“ erhalten.

In seinem Podcast formuliert der evangelische Pfarrer seit dem Frühjahr 2020 jeweils drei Gedanken zu einem Song – das kann eine HipHop-Nummer, ein Hardrock-Stück oder – wie im jüngsten Fall – ein „kölsches Leed“ sein. Borries‘ Grundidee zur 125. Folge war das Neun-Euro-Ticket – und er schlägt vor, mit der Bahn nach Köln zu fahren, um sich dort etwas anderes anzuschauen als den Dom. Borries empfiehlt den Friedenspark an der Südbrücke.

Dort steht ein Denkmal in Form eines Bronzeadlers aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, das die „Bläck Fööss“ in ihrem Song „Ungerm Adler“ besingen. Christoph Borries hat Hanz Thodam, Bassist der bekannten Band, dafür gewinnen können, die bewegende Bühnen-Ansage für dieses Lied neu einzusprechen. Und noch mehr: „Fööss“-Urgestein Eddy Stoklosa liest den Songtext vor: „Et Levve, dat jeit wigger, verdeck sin nur die Spure, verjesse darf mer’t nie. Doch die im Kreech jefalle für falsche Illusione, han nix mih dovun“, heißt es darin.

In seinen Gedanken, die Borries in seinem Podcast formuliert, geht es auch Hans Abraham Ochs, einem Achtjährigen, der in der Nähe des Parks von Hitlerjungen zu Tode geprügelt wurde. Und er lädt seine Hörer dazu ein, sich auf den Weg zu machen, um mit Geschichte konfrontiert werden. Wie bei dieser Gelegenheit mit dem Neun-Euro-Ticket auch eine Art New-York-Reise unternommen werden kann, verrät der Pfarrer auf Spotify oder online.

(wilp)
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