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Grevenbroich Orken: Kinder, Kinder, so ist Karneval - rollende Galerie.

Überraschung in Grevenbroich-Orken : Kinder, Kinder, so ist Karneval: Orkens rollende Bilder-Galerie

Raumfahrer mit silbernen Helmen, Luftschlangen, Papa im Ringel-Hemd, große Wagen auf den Straßen: So erleben Kindergartenkinder den Straßenkarneval. Auf den Außenwänden des Dreigestirn-Wagens der Grielächer zeigen 60 von Hand gemalte Bilder eins: Wie bunt der Karneval sein kann. Außerdem haben die Orkener Narrenoberhäupter damit einen Wagen, den es nirgendwo sonst auf der Welt und in der fünften Jahreszeit gibt. Ein Original.

In zwei Kindergärten hatten fünf Dutzend Mädchen und Jungen diese Aufgabe: „Mal doch mal ein Bild vom Karneval“. Das ließen sich die Knirpse natürlich nicht zweimal sagen und legten los. Kräftig in der Farbe und fantasievoll bei Auswahl der Motive. Caroline Schneider aus dem katholischen Kindergarten St. Mariä Geburt in Nothausen und Daniel Tockhorn, Vater aus der Kita St. Peter und Paul hielten den Kontakt zu den Gielächern.

Die mussten am Ende nur die bunten Visionen vom Karneval einsammeln und auf ihre Kalesche für das Dreigestirn tackern. Alle Zeichnungen und Bilder sind mit den Namen der kleinen Künstler versehen und stecken in Klarsichtfolien. Denn die Wettervorhersage für den Samstags-Zug durch Orken ist – eher durchwachsen.

Löwe am Gummiband: So sollen die Jecken genarrt werden. Foto: Dirk Neubauer

„Wir glauben, dass wir so noch einen zusätzlichen Anreiz schaffen, dass die Kinder zum Zug kommen und mit uns Karneval feiern“, sagt Prinz Dirk I., bürgerlich Korte. Gemeinsam mit Jungfrau Olivia London und Bauer Johannes Erdmann heftete er am Freitag die Kinderzeichnungen liebevoll an den Wagen. Am Ende waren die Kinder-Kanevalsbilder rings herum verteilt.

Derweil kümmerten sich Hans Peter Jansen und Dirk Ueberschär um Power für das Dreigestirn-Raumschiff. Damit zum Beispiel die große Musikanlage der rollenden Narren-Plattform laut erschallt, braucht der Wagen Strom – hergestellt in einem Generator. Nach wenigen Minuten war der Tank voll – genug Energie für den gut zweistündigen Zugweg.

Dirk Ueberschär (r.) und Hans Peter Jansen befüllen den Stromgenerator. Foto: Dirk Neubauer

Eine Etage höher wurden derweil die Kamelle-Wannen gefüllt – mit Schokolade, Bonbons, Kaugummi und weiteren Süßigkeiten. Rund 600 Kilogramm Naschware war zu verstauen. Und ein Löwe. Auf den sollten die Jecken am Wegesrand allerdings hereinfallen. Denn er hängt an einem Gummiband, an dem die Besatzung des Wagens das Stofftier zurückziehen kann, wenn jemand danach greifen will.

Wichtige Info für alle Zuschauer in Orken: Nach vielen Baustellen-geplagten Jahren können die Grielächer nun zu ihrem alten Zugweg zurückkehren. Der Umzug zieht also nicht wie in den letzten beiden Jahren über die Goethestraße, sondern über die Düsseldorfer Straße.