Grevenbroich: Orgelbauverein Hülchrath plant Konzertreihe

St. Sebastianus Hülchrath in Grevenbroich : Orgelbauverein Hülchrath plant Konzerttermine

So gibt es beispielsweise ein Wiedersehen mit Georg Kortes Vorgänger, dem Seelsorgebereichsmusiker Patrick Kampf, genauso wurde Martin Sonnen, ebenfalls Organist, bereits angefragt.

Der Auftakt ist gelungen, die durch Spendenmittel finanzierte Orgel erlebte jetzt ihre Premiere. „Es war ein Fest, eine Freude, die so gelungene Orgel in der schönen Kirche vorstellen zu können“, schwärmt Ansgar Wallenhorst, Ratinger Kantor, der zur Premiere spielte. Lob, das Peter Lys und seine Mitstreiter vom Orgelbauverein ermutigt, weitere Klangereignisse rund um das zwar eher kleine, aber prachtvoll klingende Instrument zu konzipieren.

„Das Ganze läuft unter der Überschrift ‚Orgel plus ...’“, skizziert Peter Lys grundsätzliche Kombinationen vom Buch über andere Instrumente oder überhaupt jedwede musikalische Untermalung. Zusammen mit Pfarrer Meik Peter Schirpenbach sowie dem verantwortlichen Kantor Georg Korte haben die umtriebigen Hülchrather überlegt, wie dieses „weite Orgel-Spektrum mit Leben gefüllt“ werden kann – und nutzen ihr engmaschiges Netzwerk. So gibt es beispielsweise ein Wiedersehen mit Georg Kortes Vorgänger, dem Seelsorgebereichsmusiker Patrick Kampf, genauso wurde Martin Sonnen, ebenfalls Organist, bereits angefragt.

„Eine Stunde maximal soll der jeweilige Beitrag dauern. Das wird sonst zu anstrengend“, sagt Lys, übrigens mit den „Fidelen Granufinken“ selbst musikalisch aktiv, über die Arbeit an den Manualen des Spieltischs einerseits und die Konzentrationsfähigkeit der Zuhörer andererseits. Zur Auflockerung kommt hier das Plus ins Spiel, „das könnte mal ein ‚Abend für Verliebte ‚ sein“, führt Lys zu entsprechender Literatur als Noten- wie des Buchmaterials aus. Auch Orgel mit Saxophon ist vorstellbar und Orgel mit Mundart. Unter dem Motto „Um Himmels Willen“ ist hier ein Termin mit Mundart-Meister Willi Könen angedacht. Denn Mundartliches, inzwischen von manchem als folkloristische Eigenart abgetan, ist „viel mehr, als eine Möglichkeit, Anekdoten zu bringen“, sagt Peter Lys. Kurz, präzise und prägnant sei es eine „Sprache der Heimat“, inzwischen „leider nicht mehr so geläufig genutzt“ und mit Stolz gesprochen wie beispielweise in Bayern.

„Die Kirche mit Leben zu füllen“, lautet die Ambition, die die Mitglieder des Orgelbauvereins und Pfarrer Schirpenbach in St. Sebastianus verfolgen – auch unter sozialen Gesichtspunkten. Erstmals gab es jetzt nach dem Orgelkonzert mit Ansgar Wallenhorst nach Musikende einen Umtrunk – im Kirchenraum. „Im ersten Augenblick war das sicher für viele befremdlich. Der „große Abend mit toller Resonanz“, wie Kantor Wallenhorst schwärmte, „ fand so aber einen würdigen Ausklang.“ Von etwa 100 Konzertbesuchern blieb die Hälfte: „Und alle waren begeistert“, fasst Lys zusammen.

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