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Grevenbroich: Ohne K.O.-Tropfen und Komasaufen den Karneval genießen.

Tolle Tage in Grevenbroich : Ohne K.O.-Tropfen und Komasaufen den Karneval genießen

Karneval zwischen Komasaufen und K.O.-Tropfen – bei dieser Gratwanderung will die Polizei des Rhein-Kreises helfen. Mit einer Reihe von Posts in sozialen Medien macht sie die Gefahren rheinischer Fröhlichkeit bewusst.

Polizeisprecherin Daniela Dässel ist sicher: „Wer bei aller Ausgelassenheit Maß hält und ein paar Grundregeln beachtet, kann die bevorstehenden Karnevalstage genießen.“

Bereits Anfang der Woche hat die Polizei „Respekt“ in den sozialen Medien zum Thema gemacht. Weder Retter der Feuerwehr noch Ordnungshüter der Polizei sollten im närrischen Treiben an ihrer Arbeit gehindert – oder gar beleidigt oder angegriffen werden. „Da sind Menschen im Einsatz, die dafür sorgen, dass andere ausgelassen feiern können“, erinnert Polizeisprecherin Dässel – allemal ein Grund für den respektvollen Umgang miteinander.

Im jecken Getümmel sind erfahrungsgemäß auch einige Straftäter unterwegs. Taschendiebe nutzen das dichte Gedränge, um Portemonnaies oder Wertsachen zu stehlen. Deshalb rät die Polizei dazu, nur das nötigste an Geld und Karten mitzunehmen – und „die große Brieftasche“ nach Möglichkeit zu Hause zu lassen. Trinken sollen Narren nur aus Gläsern und Flaschen, die sie ständig unter Kontrolle haben. Im Zweifelsfall sollte auch ein spendiertes Getränk lieber abgelehnt werden. „K.O.-Tropfen sind nicht nur ein Thema bei versuchten sexuellen Übergriffen auf Frauen“, sagt Daniela Dässel. Auch Männer werden so außer Gefecht gesetzt, um Papiere und Geldbörse klauen zu können.

Die größte Gefahr im Karneval ist aus Sicht der Behörden jedoch der ungehemmte Alkohol-Konsum. Ordnungs- und Jugendamt des Rhein-Kreises haben Veranstalter darauf hingewiesen, dass der Jugendschutz an den tollen Tagen verstärkt kontrolliert werde. Hochprozentige Alkoholika dürfen nicht an Menschen unter 18 verkauft werden. Bier und Wein sind ab 16 Jahre gestattet. Sofern die Eltern dabei sind, dürfen auch 14-Jährige ein Bier trinken. Tabakwaren und Wasserpfeifen sind erst ab 18 erlaubt.