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Grevenbroich: Ohne "Hot Dog" durch den Sommer

Kolumne Frei Schnauze : Ohne „Hot Dog“ durch den Sommer

Hundebesitzer müssen in der warmen Jahreszeit einiges beachten. Warum ein Fünf-Sekunden-Handtest auf dem Asphalt nötig ist, wann eine Kühlweste hilfreich und eine Sonnenschutzcreme ratsam ist, verrät der Grevenbroicher Hundeprofi Mark Karlstedt.

Viele haben sich die warme Jahreszeit herbeigesehnt. Aber was ist eigentlich im Sommer mit unseren Hunden und ihrem dicken Fell? Während wir sämtliche Kleidung bei Hitze lässig abstreifen können, bleibt unser Vierbeiner in seinem kuschligen Fell, deswegen sollte uns bewusst sein, dass wir jetzt einiges beachten sollten.

Beim Transport im Auto wäre eine gut funktionierende Klimaanlage und ein Sonnenschutz für die Scheiben optimal. Haben Sie diese optimalen Voraussetzungen nicht, verzichten Sie lieber auf weite Fahrten und sorgen für gute Durchlüftung und Sonnenschutz für die Scheiben. Bitte vermeiden Sie für Ihren Hund bei heißem Wetter längere Aufenthalte im Auto. Selbst ab 20 bis 25 Grad entstehen schon nach kurzer Zeit gefährliche Temperaturen von 40 Grad und mehr für Ihren Liebling. Das kann zu irreparablen Organschäden, Hitzeschlag oder bis zum Tod führen.

Bitte benutzen Sie auch keine nassen T-Shirts, um Ihrem Hund etwas Linderung zu verschaffen, da sich unter dem Stoff schnell ein Hitzestau bilden kann und das verdampfende Wasser nicht schnell genug entweichen kann. Ein bessere Lösung sind spezielle Kühlwesten und Kühlmatten, um es Ihrer Fellnase angenehmer zu machen. Da wir meistens mit Schuhen unterwegs sind, vergessen wir sehr häufig, welche Temperaturen sich auf dem Asphalt bilden. Zwischen 25 und 30 Grad Lufttemperatur bildet sich eine Asphalttemperatur von 50 bis 60 Grad, die schon zu Verbrennungen der Pfoten führen. Testen Sie es ganz einfach in der Sonne, indem Sie Ihren Handrücken mindestens fünf Sekunden auf den Asphalt legen. Wenn es für Sie zu heiß ist, sollten Sie es Ihrem Hund nicht zumuten.

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Nehmen Sie auf Ihren Ausflügen für Ihren Vierbeiner ausreichend Wasser mit. Vermeiden Sie unbedingt Mittagssonne und verlegen Sie Ihre Ausflüge auf morgens und abends. Willkommene Abkühlungen für Wasserratten sind natürlich Planschbecken oder Seen, in denen Hunde schwimmen dürfen.

Je nach Rasse können Sie sich vom Hundefriseur beraten lassen, ob Sie Ihrem Liebling am Bauch das Fell kürzen lassen. Oben drauf sollte aber auf keinen Fall gekürzt werden, da das Fell auch einen Schutz vor Sonnenbrand bietet und darüber hinaus auch isoliert. Häufig hilft auch das gründliche Ausbürsten Ihrer Fellnase. Vierbeiner mit dünnem Fell, kahlen Stellen oder hellen Nasen benötigen einen Sonnenschutz in Form von Sonnenschutzcreme, das ist ähnlich wie bei uns.

Wenn Sie diese Tipps im Hinterkopf behalten, geht es entspannt durch den Sommer. Genießen Sie herrliche Spaziergänge an schönen Sommerabenden und erfreuen sich über eine feuchte Abkühlung. Ich wünsche Ihnen und Ihren Hunden einen fantastische warme Jahreszeit.

(Mark Karlstedt)