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Grevenbroich: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann besucht Soldaten im Kreisgesundheitsamt

Unterstützung im Pandemie-Einsatz : NRW-Gesundheitsminister Laumann besucht Soldaten in Grevenbroich

Am Mittwoch besuchte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Truppe, die im Kreisgesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung und bei Quarantäneermittlungen unterstützt. Das Bundeswehrkontingent wurde jetzt auf 40 Soldaten und Zivilangestellte aufgestockt.

Das Bundeswehrkontingent im Rhein-Kreis ist jetzt auf um zehn weitere Personen auf 40 Soldaten und Zivilangestellte aufgestockt worden. Am Mittwoch besuchte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Truppe, die im Kreisgesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung und bei Quarantäneermittlungen unterstützt. Laumann bedankte sich bei Soldaten und Mitarbeitern des Amtes „für Ihren unermüdlichen Einsatz. Ich weiß, dass viele von Ihnen für uns an ihre Grenzen gehen“. Ein Vorteil sei, „dass wir seit der kommunalen Gebietsreform 1975 große Kreise haben und leistungsfähige Kreisverwaltungen“.

Die Anstrengungen beim Kreis machte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke deutlich. Die Zahl der im Infektionsschutz Beschäftigten ist von ursprünglich 15 auf 354 samt Bundeswehr gestiegen. Am 2. November waren die Soldaten in ihren Fleck-Tarnanzügen angerückt. Mit der aktuellen Aufstockung sind, wie Major Tim Feld erläutert, zwei Schichten zu je 15 Soldaten an sieben Tagen in der Woche möglich. „Für die große Zahl der im Infektionsschutz Tätigen haben wir in mehreren Ämtern in Grevenbroich Büros frei geräumt. Ein Teil der Mitarbeiter der Verwaltung befindet sich im Homeoffice“, sagt Kreissprecher Benjamin Josephs.

Ist die Kontaktverfolgung mit dem Personal gewährleistet? „Wir versuchen, so schnell wie möglich die Menschen zu erreichen, die Kontakt zu einer Person mit Corona hatten. Angesichts der immensen Zahl von Infektionsfällen kann das einige Tage dauern“, sagt Josephs. „Wir bitten bis dahin diejenigen, die wissen, dass sie Kontakt zu einem mit Corona Infizierten hatten, Kontakte zu anderen so weit wie nur möglich zu reduzieren.“ Klar wurde beim Ministerbesuch, dass eine weitere große Aufgabe auf den Kreis zukommt. Laut Laumann soll in den Kreisen und kreisfreien Städten je ein Impfzentrum eingerichtet werden. Die medizinische Leitung sollen, so der Plan, die Kassenärztlichen Vereinigungen übernehmen, die organisatorische die Kreise und kreisfreien Städte. „Unser Ziel ist, dass die Impfzentren bis Weihnachten stehen“, so Laumann. Die Geschwindigkeit beim Impfen solle „von der Verfügbarkeit des Impfstoffs, nicht von der Organisation“ abhängen. Bis aber die Bevölkerung in NRW geimpft sei, werde 2021 ins Land gehen.

Der Standort für ein Impfzentrum im Kreis steht noch nicht fest.