Grevenbroich: Neuer Ticketverkauf läuft am Sonntag an

Bahnverkehr in Grevenbroich : Neuer Ticketverkauf läuft am Sonntag an

Künftig ziehen Fahrgäste ihre Tickets an neuen Automaten oder am Schalter im Kiosk des Grevenbroicher Bahnhofs.

Dort in der Halle des Bahnhofs stehen sie – unpassend sauber und frei von Kratzern, neben dem von Gebrauchsspuren gezeichneten Fahrkarten-Automaten der Deutschen Bahn: Zwei neue, weiß-grüne Abellio-Ticketautomaten, die im Auftrag des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) aufgestellt wurden. Noch sind die Bildschirme dunkel, doch ab Sonntag können Fahrgäste an den Automaten ihr Bahnticket ziehen. Am Montag beginnt zudem der Verkauf im „DB Service Store“ gegenüber.

Ab dem 15. Dezember, übernimmt der Dienstleister „Transdev Vertrieb“ den Verkauf der Nahverkehrstickets an Bahnhöfen im Verbundgebiet. Für den Fahrgast bedeutet das Veränderungen im Ticketkauf. In Grevenbroich schließt zum Beispiel der DB-Infoschalter. Für Alternativen ist gesorgt.

Zum Einen wurden zwei neue Automaten aufgestellt, an denen ab Sonntag verbundsübergreifende Tickets verkauft werden. Sie sollen „bedienungsfreundlicher“ sein, sagt ein VRR-Pressesprecher und erklärt wieso: „In drei Klicks“ sollen die Kunden schnell an ihre Fahrkarte kommen. Alle Automaten seien auf ihren jeweiligen Ort voreinstegellt (etwa „Grevenbroich Bahnhof“). Dann müsse der Kunde nur noch im zweiten Feld den Zielort eingetragen. Automatisch werden die Streckenkosten berechnet. Nach Bezahlung – möglich in bar, mit Karte und sogar mittels Nahfeldkommunikation (NFC) – wird das Ticket gedruckt. Wer regelmäßig die gleiche Strecke fährt, aber kein Aboticket besitzt, wird der Ticketkauf ebenfalls vereinfacht: Künftig seien alle Fahrkarten mit einem QR-Code versehen, sagt der Sprecher. Der Code könne am Automaten eingescannt und so schnell das gleiche Ticket neu gekauft werden.

Persönliche Beratungen, Informationen rund um den Bahnverkehr sowie der Verkauf von Nah- und Fernverkehrtickets werden zum anderen ab Montag im „DB Service Store“ angeboten. Der Arbeitsplatz ist bereits eingerichtet und das Personal geschult. Petra Kiebitz, Franchisenehmerin für den „DB Service Store“, informiert: Die Mitarbeiter wurden bei einer Schulung ausgebildet, haben ein Zertifikat bekommen, dürfen jetzt beraten und Fahrkarten verkaufen. Zu den gewohnten Öffnungszeiten des DB-Infoschalters, der Ende des Jahres schließt, können die Kunden sich an den Schalter im Kiosk wenden.

So sehen die neuen und bedienungsfreundlichen Ticket-Automaten aus. Foto: Carsten Pfarr

In den ersten Tagen wird ein Mitarbeiter von Transdev beratend zur Seite stehen und den Einstieg für Kunde und Verkäufer erleichtern. Künftig gebe es eine festgelegte Besetzung im Geschäft, berichtet Kiebitz weiter. Ein Mitarbeiter übernimmt den Verkauf an der Theke des Kiosks, ein anderen den am Infoschalter. Ein Platzproblem in dem Geschäft sieht Kiebitz bisher nicht: „Ich hoffe, dass alles passt“, sagt sie. Ob es Probleme gibt, sei erst im laufenden Betrieb zu erkennen. Und wenn dem so wäre, habe Kiebitz auch schon eine Lösung: Umbauen.