Grevenbroich: Neuer Platz am Schlossbad ist bald fertig

Liegewiese wird ab Oktober gebaut : Neuer Platz am Grevenbroicher Schlossbad ist bald fertig

Vor dem Bad entsteht ein neuer Treffpunkt: GWG Kommunal rüstet den Vorplatz mit neuen Sitzgelegenheiten aus, die zum Verweilen einladen. Im Oktober geht es weiter: Dann soll endlich mit dem Bau der Liegewiese begonnen werden.

Die Gestaltung des Schlossbad-Vorplatzes geht in die finale Runde. Wo mehr als ein Jahr lang dunkler Schotter lag, sind mittlerweile helle Pflastersteine verlegt worden. Im Auftrag des Betreibers GWG Kommunal wurde das Bad an den Place Saint Chamond, den Garten des Hauses Hartmann und die kleine Erftbrücke angebunden. „Ich finde, dass der Übergang sehr gut gelungen ist“, sagt GWG-Chef Willi Peitz. „Das sieht alles schon sehr harmonisch aus.“ Noch ist einiges bis zur endgültigen Fertigstellung zu erledigen, den Abschluss bilden Pflanzarbeiten, die im Herbst vorgenommen werden.

Nachdem die alte Mauer zu Hartmanns Garten abgerissen wurde, wirkt der Vorplatz jetzt viel geräumiger. An der Grenze zu der kleinen Parkanlage wurden stufenartige Gebilde angelegt – sie sollen künftig zum Verweilen einladen. „Sobald diese Plätze mit Sitzflächen aus Holz ausgerüstet sind, können sich Spaziergänger oder Badbesucher darauf ausruhen“, sagt Peitz. Neben diesen „Treppen“ sind weitere Sitzgelegenheiten vorgesehen: GWG hat mehrere Bänke geordert, die in Kürze auf dem neuen Platz aufgestellt werden sollen. „Vom Design her findet sich nichts Vergleichbares in Grevenbroich“, betont Willi Peitz. „Die Bänke sind sehr modern gestaltet und werden künftig einen Kontrast zum historischen Umfeld des Alten Schlosses bilden – darauf darf man ruhig gespannt sein.“

Für die Beleuchtung des neu gestalteten Platzes werden künftig mehrere, mit LED-Technik ausgerüstete Laternen sorgen. Deren Masten sind derzeit noch verhüllt – aus Vorsichtsgründen, denn sie sollen nicht durch die noch laufenden Bauarbeiten beschädigt werden. Gemeinsam mit Bürgermeister Krützen will Willi Peitz die neu gestaltete Fläche offiziell übergeben. „Das wird aber voraussichtlich erst im nächsten Frühjahr sein“, betont der GWG-Chef. Bei möglichst schönem Frühlingswetter soll eine Eröffnungs-Fete gefeiert werden.

Noch liegt hier Werkzeug herum: Schon bald sollen die Stufen – ausgerüstet mit Sitzflächen aus Holz – zum Verweilen einladen. Foto: Wiljo Piel

In den nächsten Wochen werden am Übergang zum Garten des Hauses Hartmann kleinere Hecken und Staudenbeete angelegt. An der Schlossbad-Seite, die der Erft zugewandt ist, werden darüber hinaus Sträucher gepflanzt, um das Gebäude zum Fluss hin abzugrenzen.

Parallel dazu werden die Arbeiten an der Liegewiese des Schlossbades beginnen. Wie berichtet, sollte die Grünfläche bereits in diesem Jahr angelegt werden – das Vorhaben scheiterte jedoch wegen des Vogelschutzes. „Daher werden wir im Oktober damit beginnen, das große Gelände einzuebnen“, kündigt Peitz an. Archäologen hatten den Bau des Bades für ein Jahr lahm gelegt. Nachdem die Ausgrabungen beendet waren, blieben größere Erdhügel übrig, die im Herbst abgetragen werden sollen. Dafür werden etwa sechs Wochen lang täglich große Lkw den rückwärtigen Bereich des Bades anfahren.

Noch nicht gelöst ist allerdings die Frage, wie sie ihre Last wegtransportieren werden. Über den Flutgraben ist das nicht möglich, weil die Lkw zu schwer für die Erftbrücken sind. Eine Alternativ-Route wäre über die Schloss- und die Graf-Kessel-Straße denkbar. Dafür müsste allerdings ein Parkverbot auf der Montzstraße eingerichtet werden, weil es sonst zu eng für die Lastwagen wird. Die „kleine“ Bahnstraße wäre eine weitere Möglichkeit, doch das würde wegen der äußerst schmalen Fahrbahn dort ganz sicher zu chaotischen Verhältnissen führen.

Diese Nuss ist nicht die einzige, die noch geknackt werden muss. Fraglich ist derzeit auch, wann die 3D-Fassade des Bades erneuert wird. Sobald ein Experten-Gutachten vorliegt, will der Betreiber in den Clinch mit der Fassadenbau-Firma eintreten, die nach Meinung von GWG Kommunal „Huddel“ gemacht hat. Der Rechtsstreit könnte sich über Jahre hinweg ziehen.

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