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Grevenbroich: Neue Kita wird das Angebot in Neuenhausen verbessern

Stadt befürwortet Discounter-Projekt : Neue Kita wird Angebot in Neuenhausen verbessern

Der Lebensmittel-Discounter Norma möchte an der Wupperstraße neben einem neuen Supermarkt auch eine Kindertagesstätte mit fünf Gruppen errichten. Das von der CDU initiierte Projekt wird in der nächsten Woche den Jugendhilfeausschuss passieren.

Der Erste Beigeordnete Michael Heesch will sich im Ausschuss den Auftrag für Gespräche mit dem Investor holen. Sein Ziel ist es, die Kita am Ortseingang von Neuenhausen so schnell wie möglich zu realisieren.

Obwohl am Heyerweg in Wevelinghoven und an der Merkatorstraße in Grevenbroich insgesamt zehn neue Gruppen geschaffen werden, gibt es nach wie vor großen Bedarf an Kita-Plätzen in der Stadt. „Für das Kindergartenjahr 2020/21 wird ein Fehlbedarf von 116 Plätzen für unter und 114 Plätzen für über dreijährige Kinder prognostiziert“, betont Michael Heesch. „Weitere 114 Überbelegungen sind hierbei noch nicht berücksichtigt.“

Aus jugendfachlicher Sicht sei das Vorhaben an der Wupperstraße nur zu begrüßen, meint der Erste Beigeordnete. Ein Vorteil: Die neue Tagesstätte würde erstmals in Neuenhausen die Aufnahme von unter Dreijährigen und Kindern mit Handicap ermöglichen. Und: „Im Stadtteil werden zusätzlich 60 Kita-Plätze geschaffen“, sagt Heesch.

Mit einem Neubau werde die Tagesstätten-Situation im Dorf spürbar verbessert. Die örtliche Kita „Sternschnuppe“ ist seit einigen Jahren im zweiten Obergeschoss der Grundschule am Welchenberg untergebracht – von Anfang an waren die dort eingerichteten beiden Gruppen lediglich als Übergangslösung vorgesehen, sagt Heesch. Wegen der räumlichen Gegebenheiten habe das Landesjugendamt in seiner Betriebserlaubnis die Platzzahl auf jeweils 20 Kinder pro Gruppe beschränkt. Eine Betreuung von unter Dreijährigen ist dort nicht möglich.

Kommt es zu einem Neubau am Ortseingang, wird der Betrieb der „Sternschnuppe“ aufgegeben. Die beiden Gruppen gehen dann in die neue Tageseinrichtung über, für die noch ein Träger gesucht wird. „Das derzeitig in Neuenhausen tätige städtische Personal wird in anderen Kitas adäquat eingesetzt“, betont Heesch. Die in der Schule freiwerdenden Räume sollen künftig für den Offenen Ganztag der Grundschüler genutzt werden.