Grevenbroich: Neue Ansätze zur Aufklärung im Mordfall Claudia Ruf

Fall aus Grevenbroich : Neue Ansätze zur Aufklärung im Mordfall Claudia Ruf

Vor 23 Jahren wurde die damals elfjährige Claudia Ruf entführt und zwei Tage später ermordet aufgefunden. Nun haben die Mordermittler neue Ansätze, die zur Aufklärung des Verbrechens führen sollen.

In die Ermittlungen zur Ermordung von Claudia Ruf kommt offensichtlich Bewegung. Vor 23 Jahren, im Mai 1996, war das damals elf Jahre alte Mädchen entführt worden. Zwei Tage später fanden Spaziergänger seine Leiche 70 Kilometer entfernt im Kreis Euskirchen. Nun haben die Mordermittler neue Ansätze, die zur Aufklärung des Verbrechens führen sollen. Das teilten am Mittwoch Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Pressemeldung mit.

In einer Pressekonferenz wollen sie am Freitag in Grevenbroich über neue Ermittlungsansätze informieren. Mit dabei sind neben Vertretern der Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach, der Polizei im Rhein-Kreis und der Direktion Kriminalität der Polizei in Bonn – dort sitzt die Mordkommission – auch ein DNA-Fachmann des Landeskriminalamtes.

Mehr als mehr als zwei Jahrzehnte lang konnte der Täter nicht ermittelt werden. Ein Gentest vor Jahren, bei dem 350 Männer zur Untersuchung aufgefordert worden waren, blieb ohne Ergebnis. Später gelang es, aus Beweismitteln eine DNA-Spur mit neuen Methoden zu extrahieren. Im Jahr 2018 hatte die Polizei mit einer weiteres DNA-Testreihe begonnen. Rund 100 Menschen, auch aus dem Rhein-Kreis Neuss, sollten eine Speichelprobe abgeben

Die Ermordung von Claudia Ruf erschütterte ganz Deutschland. Claudia Ruf war mit einem Nachbarshund in der Nähe des Elternhauses in Hemmerden spazieren gegangen, das Tier kehrte allein nach Hause zurück. Mehr als 150 Einsatzkräfte suchten nach der Vermissten. Kurz nachdem das Mädchen in Euskirchen-Oberwichterich tot gefunden worden war, gingen 120 Hinweise bei der Mordkommission ein. 1996 wurde im Fall ein Suchaufruf bei der TV-Serie „Aktenzeichen XY. . .ungelöst gestartet. Zudem wurde erstmals in NRW im Internet nach dem Mörder gefahndet.

(NGZ)