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Grevenbroich: Nachwuchs im Wildfreigehege

Frühlings-Erwachen in Grevenbroich : Wildgehege wartet aufs Esel-Baby

Frühlings-Erwachen im Grevenbroicher Wildpark: Überall tollt der Nachwuchs herum. Bald auch im Gehege der Zwergesel. Denn dort ist eine Stute hochträchtig, jeden Moment kann es soweit sein, dass ein junger Esel das Licht der Welt erblickt.

Jeden Tag kann es soweit sein, dass sich im Zwergesel-Gehege der Nachwuchs einstellt. Der Euter der jungen Stute ist bereits gut ausgebildet – ein Zeichen dafür, dass es jeden Moment losgehen könnte. „Ich bin sehr gespannt“, sagt Martina Koch, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), die sich auf den Zuwachs im Grevenbroicher Wildpark freut.

Die SDW hatte im vergangenen Jahr ein bislang noch namenloses Zwergesel-Paar angeschafft, um den Tierbestand im Bend zu erweitern. „Ein guter Kauf“, sagt Koch und schmunzelt. Denn im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Eselin bereits schwanger war. Bis zu 14 Monate kann die Tragezeit dauern, diese Frist ist so gut wie abgelaufen.

Ein Tierarzt wird voraussichtlich nicht verständigt werden müssen. „Wir legen Wert darauf, dass sich der Nachwuchs hier auf ganz natürliche Weise einstellt“, sagt Stadtförster Frank Wadenpohl. Nur in Notfällen wird ein Veterinär hinzugezogen. In diesem Jahr war das aber noch nicht erforderlich, die vielen Jungtiere, die derzeit in den Gehegen beobachtet werden können, kamen ganz ohne menschliche Hilfe zur Welt.

Im Ziegengehege tollen vier junge Zicklein herum, bei den Moorschnucken sind es sieben Jungtiere, die die Blicke der Besucher auf sich ziehen. Und bei den Kamerunschafen erkunden vier Lämmer neugierig die Umgebung. Insgesamt sind es rund 100 Wild- und Haustiere, der derzeit im Freigehege zu sehen sind – abgesehen von den vielen Wasservögeln, die sich in und an den verschiedenen Teichen aufhalten.

Auch in diesem Jahr hat die Schutzgemeinschaft wieder einiges vor, um den Grevenbroicher Wildpark noch attraktiver zu machen. „Wir wollen den Spielplatz um ein weiteres Gerät für Kleinkinder ergänzen“, schildert Martina Koch. Darüber hinaus wollen die Waldfreunde auch etwas gegen das Insektensterben unternehmen. Auf mehreren Flächen mit einer Gesamtgröße von einem Hektar sollen artenreiche Blumenwiesen angelegt werden. Und: „Es wäre schön, wenn wir noch die eine oder andere Tierart anschaffen könnten“, sagt Koch. „Mini-Schweine oder Zwergponys wären eine tolle Ergänzung.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wildgehege wartet auf Esel-Nachwuchs