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Grevenbroich: Museum sucht Kriegs-Dokumente

Ausstellungs-Projekt in Grevenbroich : Museum sucht Kriegs-Dokumente

Das Niederrhein-Museum bereitet sich auf sein nächstes Ausstellungs-Projekt vor. Im kommenden Monat wird in der Villa Erckens an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren erinnert. Dafür werden noch lokale Dokumente gesucht.

Im September jährt sich der Ausbruch des durch den deutschen Überfall auf Polen entfesselten Krieges, der mehr als 60 Millionen Menschenleben weltweit kostete. In seinem Schatten vollzogen die Nationalsozialisten den millionenfachen Mord an den europäischen Juden. Der Krieg legte Städte in Schutt und Asche, entwurzelte Menschen. Auch in Grevenbroich waren die Folgen allgegenwärtig, insbesondere in den letzten Kriegsjahren.

Daran soll eine Ausstellung erinnern, die ab dem 11. September gemeinsam mit dem Geschichtsverein veranstaltet wird. „Wir haben schon einige Dokumente erhalten“, sagt Museumsleiter Thomas Wolff. Darunter ist das Tagebuch eines Hülchrathers, der als Soldat den Zweiten Weltkrieg von Anfang bis zum Ende mitgemacht und seine Eindrücke zu Papier gebracht hat. Das Museums-Team sucht nun weiteres Material aus Grevenbroich – etwa Fotos und Briefe, aber auch Lebensmittelkarten oder Notgeschirr aus der Zeit von 1933 bis 1945. „Wir möchten die Lebenswege der Grevenbroicher während der Kriegsjahre verdeutlichen“, sagt Wolff.

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Bestandteil der Ausstellung wird auch das Schicksal jüdischer Familien aus Grevenbroich sein, die in die Vernichtungslager deportiert wurden. Auch die Kriegsgefangenen aus Frankreich und Polen und die Zwangsarbeiter aus Ost- und Westeuropa, die in der Aluminiumindustrie und im Tagebau schuften mussten, werden thematisiert.

„Wir sind dankbar für alle Dokumente, die uns aus diesen Jahren zur Verfügung gestellt werden können“, sagt Thomas Wolff. Interessierte können sich unter der Rufnummer 02181 608641 melden. Oder per E-Mail an: thomas.wolff@grevenbroich.de.

(wilp)