Grevenbroich: „Mister Gartenschau“ Gerd Lübben ist tot

Grevenbroich mit gestaltet : „Mister Gartenschau“ Gerd Lübben ist gestorben

Grevenbroich Geboren in Neuenwege am Jadebusen, war er doch ein echter Grevenbroicher. 65 Jahre lebte Gerd Lübben in der Schlossstadt – und er war maßgeblich an deren Gestaltung beteiligt. Im Alter von 90 Jahren ist er verstorben. Lübben wird vielen als „Mister Gartenschau“ in Erinnerung bleiben.

Es war 1953, als Gerd Lübben als technischer Angestellter bei der Stadt Grevenbroich anheuerte, um eine erfolgreiche Karriere im Bauamt zu starten. Er baute die Villa Erckens für Verwaltungszwecke um und legte den Grundstein für das legendäre TuS-Heim, das zunächst als Provisorium errichtet wurde, dann aber mehr als 40 Jahre treue Dienste tat. Auch die Hauptschule in Orken und die Realschule in der Südstadt tragen seine Handschrift, aus beiden sind längst Gesamtschulen geworden. Lübben schuf darüber hinaus die Planungsgrundlagen für den Montanushof und arbeitete – letztlich mit Erfolg – 30 Jahre an der Beseitigung der „Glück-Auf-Schranken“, die Generationen von Grevenbroichern nervten.

1988 trat Gerd Lübben in den Ruhestand, doch drei Jahre später holte ihn der damalige Stadtdirektor Heiner Küpper zurück ins Rathaus, und bat ihn, die Aufgaben des Geschäftsführers der gerade gegründeten Landesgartenschau-Gesellschaft zu übernehmen. Lübben ließ sich nicht lange bitten und sagte zu. Mit einem Team aus erfahrenen Verwaltungs-Mitarbeitern und vielen Externen sorgte er dafür, dass das Großereignis 1995 zu einem Erfolg wurde.

Als Mitglied des TuS und des Jägerzuges „Löstige Jonge“ im Bürgerschützenverein Grevenbroich beteiligte sich Gerd Lübben auch am heimischen Vereinsleben, übernahm 1974/75 mit seiner Frau Gisela sogar die Königswürde. Und er war regelmäßiger Gast am Stammtisch im Restaurant „Zur alten Schmiede“, um Neues gewahr zu werden und mit seinen Beiträgen aus Rat und Verwaltung für immer neuen Diskussionsstoff zu sorgen.

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