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Grevenbroich: Mehr als 120 Helfer machen sich auf den Weg an die Ahr

Grevenbroicher starten weitere Aktion : Mehr als 120 Helfer machen sich auf den Weg an die Ahr

Aus einer spontanen Idee ist eine starke Hilfsaktion geworden: 126 Frauen und Männer werden am Samstag von Gindorf aus ins Hochwasser-Krisengebiet fahren, um dort bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Gefragt sind jetzt Gummi-Abzieher.

Die Freiwilligen sind einem Aufruf gefolgt, den die Wevelinghovenerin Vanessa Döpp zu Wochenbeginn via Facebook gestartet hatte. „Ich bin überrascht von dieser Resonanz“, sagt die 30 Jahre alte Online-Händlerin, die sich auch für soziale Projekte engagiert. Angesichts der schockierenden Bilder aus den überfluteten Regionen hatte sie über die Sozialen Medien nach „helfenden Händen“ für einen freiwilligen Einsatz gesucht. Innerhalb kurzer Zeit kamen die ersten Angebote – nicht nur aus dem Grevenbroicher Stadtgebiet, auch aus Viersen, Essen und Bochum meldeten sich Helfer.

Und es gab weitere Unterstützung: „Mehrere Bäckereien und ein Kfz-Betrieb werden uns mit Brötchen und Getränken versorgen“, schildert Vanessa Döpp. Zudem wird RWE die Freiwilligen mit 100 Schaufeln und 200 Paar Arbeitshandschuhen ausstatten, der Baumarkt Obi wird drei Wasserpumpen spenden. Der Busunternehmer Stefan Fücker stellt dazu zwei seiner Fahrzeuge zur Verfügung. Gemeinsam mit Sohn Sven wird er die Helfer mit den Reisebussen ins Ahrtal fahren. „Natürlich werden wir dort auch mit anpacken“, sagt Fücker, der auch Schützenkönig des BSV Wevelinghoven ist.

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Was den helfenden Händen noch fehlt: „Wir sind händeringend auf der Suche nach Gummiabziehern“, sagt Vanessa Döpp, die darauf hofft, dass sich bis zum Abfahrtstermin noch jemand meldet, der weiterhelfen kann. Gegen 8 Uhr wird sich die 126-köpfige Helfer-Crew vom Gindorfer Kirmesplatz aus in Bewegung setzen. Ihr Ziel ist der vom Ahr-Hochwasser stark betroffene Ort Altenburg. Döpp hat bereits Kontakt mit den dort tätigen Hilfsorganisationen aufgenommen.

Die Frauen und Männer wollen einen Tag lang ihre „Menpower“ zur Verfügung stellen. „Aber es gibt jetzt schon unheimlich viele Anfragen nach einer weiteren Hilfsaktion“, schildert die Wevelinghovenerin. Möglich, dass sie schon bald wieder einen Aufruf startet.