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Grevenbroich: Maria Schulz feiert an Weihnachten ihren 100. Geburtstag

Maria Schulz ist geboren am 26. Dezember 1921 : Grevenbroicherin feiert an Weihnachten ihren 100. Geburtstag

Die gebürtige Coselerin feiert ihren Ehrentag im Kreise ihrer Familie. Bekannt ist die Seniorin für ihren schlesischen Kartoffelsalat, den es auch am Heiligen Abend gab. Was Maria Schulz heute interessiert.

Die Grevenbroicherin Maria Schulz kann dieses Jahr an Weihnachten einen besonderen Geburtstag feiern: Sie wird am zweiten Feiertag, am 26. Dezember, 100 Jahre alt. Noch bis vor kurzem lebte sie selbstständig in einer Wohnung des Bauvereins.

Maria Schulz stammt aus Cosel in Oberschlesien. Von der Flucht mit ihren vier Brüdern und den Eltern hat sie häufig erzählt, berichtet ihre Tochter Gabi. Die Familie war damals mit einem Bollerwagen losgezogen, auf dem „sämtliche Habseligkeiten und ein Huhn waren“. In Gelsenkirchen-Buer fand die Familie Heimat – und Maria Arbeit beim Finanzamt. Beim Reinigen des Treppenhauses lernte sie ihren späteren Mann Helmut kennen, der dort seine Tante besuchte und „zuerst schwer beeindruckt von den wunderschönen Beinen meiner Mutter war“, erzählt Tochter Gabi weiter. 1952 heirateten die beiden, 1960 zogen sie nach Köln, 1963 wurde Tochter Andrea geboren. Ehemann Helmut arbeitete von 1960 bis 1968 in den Fordwerken und später in den Wotan-Werken in Düsseldorf als technischer Berater. 1968 zog die Familie nach Düsseldorf und 1971 nach Neuss-Helpenstein, wo sie in ein Neckermann-Fertighaus zogen.

 Maria Schulz aus Grevenbroich.
Maria Schulz aus Grevenbroich. Foto: privat
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In den Garten dieses Hauses pflanzte Maria einen Magnolienbaum, den sie aus der Gemeinde Schenna in Südtirol mitgebracht hatte. Denn die Berge und der Garten waren ihre Leidenschaft. Für die Familie und den Haushalt blieb sie gerne zu Hause. Besonders gefragt war ihre gute Küche und ihr schlesischer Kartoffelsalat mit Kapern. Den gab es am Heiligen Abend zur Bescherung und an Silvester. Nach dem Tod ihres Ehemannes verkaufte Maria Schulz 2011 das Haus und zog nach Grevenbroich. Hier pflegte sie bis zur Pandemie den Kontakt zur Nachbarschaft durch Kaffeekränzchen.

Die Jubilarin ist auch in ihrem hohen Alter noch politisch interessiert. Sie verfolgt Talkshows im Fernsehen und hält sich auf dem Laufenden. Ihre Töchter leben in Wevelinghoven und besuchen die Mutter regelmäßig – auch wenn sie jetzt in Neuss-Gnadenthal im Fliednerhaus lebt. „Dass sie 100 wird und alle anderen überlebt, hätte keiner gedacht“, erzählt die Tochter. Besonders freut sich die Jubilarin über ihre Enkel Janni mit Steffi, Hecky und Lenny, die Urenkel Lina und Leon und ihren Schwiegersohn Michael.