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Grevenbroich: Losverfahren statt Punktesystem bei Baulandvergabe?

Wohnen in Grevenbroich : Baulandvergabe – Losverfahren statt Punktesystem?

Familien und Grevenbroicher Bürger sollen bei der Vergabe städtischer Grundstücke künftig bevorzugt werden. Dafür macht sich nicht nur die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und Mein Grevenbroich stark, sondern auch Union und Liberale.

Ratsherr Peter Cremerius hakt nun nach, warum der Gemeinschaftsantrag dieser beiden Fraktionen „seit zwei Jahren bis heute unbeachtet blieb“, so der FDP-Politiker. „Schon längst hätte man ein gemeinsames, unkompliziertes und gerechtes Regelwerk erstellen können.“

Die FDP habe mit der CDU bereits 2018 eine Vergabeordnung entworfen, „um besonders Grevenbroicher bei der Vergabe von städtischen Baugrundstücken zu bevorzugen“, erklärt Cremerius. Der Antrag sei 2019 vom Rat in die Stadtverwaltung verwiesen worden, um eine Vergabeordnung zu entwerfen, die auch Ideen der SPD mit berücksichtigen solle. Doch „bis heute liegt unser Gemeinschaftsantrag unbeachtet in den Schubladen der Verwaltung“, kritisiert FDP-Ratsherr Peter Cremerius.

Der Vorschlag von CDU und FDP für eine Vergabeordnung sieht unter anderem ein mehrstufiges Losverfahren für städtische Baugrundstücke unter notarieller Aufsicht vor. In der ersten Verlosungsrunde sollen unter anderem alle Kaufinteressenten berücksichtigt werden, die seit mindestens fünf Jahren in der Stadt Grevenbroich leben.

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Bleiben danach Grundstücke übrig, sollen in einem zweiten Verlosungsverfahren Familien den Zuschlag erhalten. Dann noch übrig bleibende Flächen sollen in einer dritten Verlosungsrunde an andere Interessenten ohne Bedingungen abgegeben werden.

SPD, Grüne und MGV wollen einen Masterplan Quartiersentwicklung erstellen, um Leitlinien fürs Thema Bauen und Wohnen festzulegen. Ein Bestandteil des Masterplans soll ein Punkte-System sein, damit Familien mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen sowie Grevenbroicher bei der Vergabe städtischer Grundstücke bevorzugt Bauland erhalten.

(cso-)