Grevenbroich: Lesbisches Paar aus Montanushof geworfen - Sicherheitsdienst nicht beteiligt

Einkaufszentrum in Grevenbroich: Lesbisches Paar rausgeworfen - Center-Security nicht beteiligt

Die auf Facebook erhobenen Vorwürfe, dass ein Security-Mann ein lesbisches Paar nach einem harmlosen Kuss aus dem Einkaufszentrum herausgeworfen haben soll, gelten für den Montanushof als erledigt. "Wir sind froh, dass wir die Situation aufklären konnten", sagt Karin Geib von der Centerleitung. Es stehe mittlerweile fest, dass kein Mitarbeiter des hauseigenen Sicherheitsdienstes an dem Vorfall beteiligt war.

Ein Security-Mann soll ein lesbisches Paar nach einem Kuss aus einem Grevenbroicher Einkaufszentrum geworfen haben. Dieser Vorwurf kursiert bei Facebook. Doch der Mann gehörte offenbar nicht zum Sicherheitsdienst des Centers. Für die Centerleitung ist der Fall damit erledigt.

"Wir sind froh, dass wir die Situation aufklären konnten", sagt Karin Geib von der Centerleitung des Montanushofs. Es stehe mittlerweile fest, dass kein Mitarbeiter des hauseigenen Sicherheitsdienstes an dem Vorfall beteiligt war.

Unsere Redaktion hatte in dieser Woche über den Facebook-Post berichtet, der nicht nur im sozialen Netzwerk für Wirbel sorgte, sondern vor allem auch im Montanushof selbst. "Wir waren nach diesen Behauptungen im Internet sehr um Aufklärung bemüht", sagt Karin Geib. Ihre schon am Dienstag artikulierte Vermutung habe sich nun nach einem Gespräch mit den Betroffenen bestätigt: "Unser Sicherheitsdienst war nicht beteiligt."

In einer schriftlichen Stellungnahme, die der Montanushof am Freitag veröffentlichte, schildern die jungen Frauen den Vorfall, der sich bereits vor etwa einem halben Jahr zugetragen haben soll. Sie seien auf der Rolltreppe nach unten gefahren und hätten sich einen Kuss gegeben. Daraufhin sei ein Mann - Mitte/Ende 20, normal gekleidet - auf sie zugegangen und habe behauptet, dass er vom Sicherheitsdienst sei. Er habe sie aufgefordert, den Montanushof zu verlassen - mit den Worten, es sei "unnatürlich und eklig" und "so was können wir hier nicht gebrauchen".

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Das hatte eine der Frauen auch gegenüber unserer Redaktion so geschildert. In ihrer aktuellen Stellungnahme heißt es, dass es ihnen von Anfang klar gewesen sei, "dass der Mann nicht vom Sicherheitsdienst" gewesen sein könne. Es sei jemand gewesen, "der sich dort aufhielt und die Beziehung zwischen uns beiden nicht akzeptierte".

Das hätten sie auch einer Grevenbroicher Sängerin so geschildert, die den Vorfall ohne ihre Zustimmung und ihr Wissen bei Facebook veröffentlicht habe. Nach den negativen Kommentaren gegen den Montanushof hätten sich beide mit der Centerleitung in Verbindung gesetzt, um die Situation aufzuklären.

Der gesamte Wirbel habe dem Image des Montanushof geschadet, sagt Karin Geib. "Es ist gut, dass der Fall nun geklärt ist."

(wilp)
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