Grevenbroich: L361n-Gegner planen Aktion in der Erftaue

Ortstermin mit Fraktionsvize der Grünen im Bundestag : L 361n-Gegner planen Aktion in der Erftaue

Das Bündnis „Nein zur L 361n“ hat Oliver Krischer für den Kampf gegen die umstrittene Umgehungsstraße zwischen Wevelinghoven und Kapellen gewonnen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag wird am Donnerstag, 22. August, 18 Uhr, in der Erftaue erwartet.

Krischer kommt aus dem ebenfalls vom Braunkohletagebau geprägten Düren. Er ist in der Bundestagsfraktion unter anderem für die Verkehrspolitik und den Strukturwandel verantwortlich. Der Termin kam auf Initiative des Grünen-Stadtverbandsvorsitzenden Peter Gehrmann in enger Zusammenarbeit mit Dirk Schimanski vom Bündnis gegen die L 361n zustande.

Schimanski will bei dieser Gelegenheit ein maßstabsgetreues Landschaftsmodell der geplanten Straße präsentieren. Auch sollen Höhe und Breite der laut Bündnis nahezu in kompletter Länge in Dammlage geführten Strecke im Gelände visualisiert werden. „Das wird an dem Ort geschehen, an dem auf einer sechs Meter hohen und rund 236 Meter langen Brücke die Erft im Landschaftsschutzgebiet überquert werden soll“, sagt Schimanski.

Nach Ansicht des Bündnisses wird der geplante Bau der Landstraße 361n den Kommunalwahlkampf im nächsten Jahr entscheidend beeinflussen. „Politische Kräfte in Grevenbroich möchten den anstehenden Ausstieg aus der Braunkohle und den Strukturwandel als Vehikel nutzen, das höchst umstrittene Projekt jetzt durchzuführen“, so die Bündnis-Mitglieder Janine Heinze und Dirk Schimanski in einer Pressemitteilung. Angesichts des Klimawandels sei es jedoch an der Zeit, anstelle des Autos die Bedürfnisse der Menschen in den Vordergrund zu rücken. Der Strukturwandel und die Verkehrswende dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Bei „Nein zur L 361n“ machen  Grüne, Linke, der BUND, die Initiative „Rettet die Erftaue“ und das Soziale Bündnis Niederrhein mit.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE