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Grevenbroich: Kunstfreunde retten Baum-Collier aus Erft bei Wevelinghoven​

Kunstverein Grevenbroich : Kunstfreunde retten Baum-Collier aus der Erft bei Wevelinghoven

Rettungsaktion im Stadtpark: Das 2008 dort an einem Baum angebrachte Kunstwerk ist bei einem Sturm in den Fluss gestürzt. Am Wochenende wurde es geborgen.

Auf Initiative des Kunstvereins Grevenbroich ist am Samstag ein Kunstwerk aus der Erft bei Wevelinghoven geborgen worden. Das 2008 an einem Baum angebrachte Collier des Künstlers Dieter Bösebeck (Jahrgang 1940) war vor einigen Monaten bei einem Sturm samt Baum ins Wasser gestürzt. Bei der rund zweistündigen Rettungsaktion wurde der am Ufer liegende, entwurzelte Baum zersägt und die mit Steinen versehene „Kette“ vom Stamm und schließlich aus der Erft gezogen.

 Das Collier befand sich an diesem Baum, der bei einem Sturm in die Erft gestürzt war.
Das Collier befand sich an diesem Baum, der bei einem Sturm in die Erft gestürzt war. Foto: Kunstverein

Bei der Aktion, an der unter anderem der Handwerksbetrieb König beteiligt war, kam auch ein Bagger zum Einsatz, der den Stamm des toten Baums anhob. „Das Baum-Collier konnte komplett gesichert werden“, berichtet Hans-Joachim Onkelbach, seit fünf Jahren Vorsitzender des Kunstvereins. Er war vor einiger Zeit von einer Spaziergängerin darauf aufmerksam gemacht worden, dass der Baum, der vor 14 Jahren für das Kunstwerk gewählt worden war, in der Erft liegt. Geeinigt hatte man sich damals auf die westliche Spitze des Wevelinghovener Stadtparks. Der Standort liegt an einer Gabelung der Erft.

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„Wir wollen das Collier nun besser sichtbar an einen anderen Baum anbringen – wieder in Wevelinghoven“, betont Onkelbach. Gegebenenfalls soll der Künstler gebeten werden, sein Werk zu überarbeiten. Dieter Bösebeck ist Maschinenbauer und Konstrukteur und hatte das Kunstwerk aus einem Stahlseil und 13 sogenannten Yello-Onyx-Steinen geschaffen. Es sollte die Verbindung „Natur und Schmuck“ an dem Baum als lebendes Objekt in den Fokus rücken. Allerdings befand sich das Kunstwerk bislang „fernab vom Schuss“.

Das könnte sich nun ändern, wenn ein neuer Standort für das Collier gefunden ist. Es aus der Erft zu bergen und so zu retten, war für den Kunstverein Grevenbroich „eine Selbstverständlichkeit“, wie Onkelbach sagt. Schließlich ist das Objekt auch im Buch „Außenansichten“ aufgeführt, das die Kunstwerke im öffentlichen Raum in Grevenbroich erfasst und vom Kunstverein herausgegeben wurde.

(cka)