Grevenbroich: Kultus Open Air wird von Käthe-Kollwitz-Schülerband eröffnet

Schülerband aus Grevenbroich : Premiere für die „Eine-Woche-Band“

Eigens fürs Open-Air-Festival gegründet, eröffnet das Quartett der Käthe-Kollwitz-Schüler am Freitag den Konzertreigen am Café Kultus. Unterstützt wird die Band bei ihrem ersten Auftritt von Sängerin Clara Krum sowie Stefan Wehlings.

Das gemischte Quartett, bestehend aus Luca und Tessa Lessenich, Joshua Gluck und Emanuela Travisi, fiebert seiner Premiere als Band mit unterschiedlichen Gefühlen entgegen. Eigens für das Kultus-Open-Air gegründet, gehen die vier Käthe-Kollwitz-Gesamtschüler unter dem Namen „One Week“ an den Start. Der Name ist Programm, denn anlässlich einer von Café-Kultus-Chef Stefan Wehlings mit „Käthe“-Musiklehrer Michael Frank angeregten Kooperation fanden sie musikalisch für eine Projektwoche zueinander. Das Lampenfieber vorm ersten gemeinsamen Auftritt hat aber einen positiven Aspekt: „Mit dem Adrenalin kommt die Konzentration“, erzählt Joshua Gluck.

„Ich bin schon seit Jahren auf der Suche nach einer Band“, berichtet er. Seit sechs Jahren spielt er Schlagzeug. „Ich will nicht bloß allein für mich Musik machen, sondern mit anderen zusammen“. So gesehen, kam das von Stefan Wehlings in Zusammenarbeit mit Michael Frank entwickelte und von der Landschaftsverband Rheinland bezuschusste Projekt namens „Käthe-Kultus Band“, gerade recht: Hierfür konnten sich Schüler bewerben, um eine Woche gemeinsam musikalisch aktiv zu werden. Weiterer Clou beim Projekt ist neben Neugründung plus Premiere sowie Eröffnungsspiel beim Freiluftkonzert auf dem Marktplatz die professionelle Begleitung durch die Sängerin Clara Krum. Unterstützt wird die 25-Jährige dabei von ihren argentinischen Band-Kollegen, mit denen sie seit drei Jahren zusammenarbeitet und gerade in Mexiko auf Tour war.

„Seit Montag proben wir“, erklärt die Dozentin mit Neusser Wurzeln. Für den richtigen Ton geht es um Stimmtechnik, die unter anderem per Atemtechnik trainiert wird, „da spielen Vokale und Konsonanten eine wesentliche Rolle“, beschreibt sie einen Aspekt der Übungen. Schließlich sollen die viert Titel, die unter dem Motto „Latin-Pop“ auf der Liste stehen, so schön wie möglich klingen. Und die Originale haben es in sich, die stammen nämlich von Santana, Shakira, Ricky Martin und Camila Cabello, die den Sommerhit „Havana“ zum Ohrwurm machte.

Natürlich wird nicht nur am Gesang gearbeitet, Luca wird an der E-Gitarre unter die Fittiche genommen, ebenso wie beispielsweise in Einzelarbeit Tessas Keyboard-Kenntnisse aufgepeppt werden. Hier sieht Lehrer Michael Frank einen weiteren „unschätzbaren Wert des Projekts „Das ist ein ganz anderes Zusammenarbeiten als sonst“, beschreibt er die „frische Brise für den Schulalltag“. Extra-Punkt: Clara Klums argentinische Band-Kollegen sprechen fließend spanisch und englisch, deutsch lediglich rudimentär, „so dass jedwede Kommunikation auf englisch stattfidnet“, wie der Lehrer sich freut. Das „Multikulturelle“ des Projekts lobt auch Stefan Wehlings ausdrücklich, „das gibt es nicht jeden Tag und ist ein besonderes Erlebnis“, sagt der Kultus-Chef.

Eigentlich als Wochenprojekt angedacht, gibt es bereits Überlegungen über eine gemeinsame Zukunft. „Wir wollen dranbleiben“, sagt Stefan Wehlings. Dafür könnte die Bühne im Café Kultus als Probeort genutzt werden. „Die dafür notwendige Ausrüstung ist bei uns vorhanden“, führt Wehlings aus. Und in unregelmäßigen Abständen würde Clara Krum auch als Choach einspiringen. „Das wäre was“, freut sich Joshua Gluck.

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