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Grevenbroich: Künstler zeigen Bilder, Skulpturen und ein Bettgestell mit XXL-Erbsen

Kultur in Grevenbroich : Künstler zeigen Bilder, Skulpturen und ein Bettgestell mit XXL-Erbsen

„Kurzentschlossen“ heißt die aktuelle Ausstellung mit Malerei und Objekten in der Galerie Judith Dielämmer an der Kölner Straße. Zu sehen sind die Arbeiten von vier Düsseldorfer Künstlern.

Der Kontakt nach Grevenbroich war von der Fotografin Hanne Horn hergestellt worden. Corinna Bernshaus hat in Krefeld Keramikdesign studiert. Im Schaufenster der Galerie sind unter anderem weiße Nashörner und Spindeln zu sehen. Letztere stehen symbolhaft für die Lebensfäden, die jeder im Laufe der Jahrzehnte spinnt. Die 56-Jährige zeigt etliche interessante Arbeiten wie zum Beispiel ein altes Bettgestell. Dort hat die Künstlerin Erbsen in der Größe von Apfelsinen eingearbeitet. Jeweils ein Loch gibt den Blick auf das Innere frei – mit Begriffen wie Angst und Hass, die den Schlaf rauben können.

Marion Müller-Schroll, ebenfalls aus Düsseldorf, ist Werbegrafikerin. Der Ausgangspunkt ihres künstlerischen Schaffens sind real existierende Menschen wie die beiden Damen in einer Caféhaus-Szenerie. Mit einer Vielzahl von Gipsbinden hat sie die Körper abgeformt. Die Haarpracht lässt sich mit dieser Technik nur schwerlich abbilden. Deshalb tragen die Frauen goldfarbene Kopfbedeckungen. Die „Corona-Kids“ sind Nachbarskindern nachempfunden. Sie scheinen die Besucher anzuschauen, die azf sie zuzugehen – und die stilisierten Viren wirken als Kopfschmuck ziemlich futuristisch, so real die Gefahr ja ist.

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Das sieht man auch daran, dass zwei der vier Kunstschaffenden nicht zur Ausstellungseröffnung kommen konnten, nämlich Professor Jörg Eberhard und seine Lebenspartnerin Edith Oellers. Sie sind positiv auf Corona getestet worden. Die Bilder von Jörg Eberhard und Edith Oellers sind leicht voneinander zu unterscheiden. Ihr liegen die Menschen am Herzen, die sie im Alltag beobachtet – kurze Drehbücher, die der Alltag schreibt, sind ihre Inspiration. Zwei Welten auf einem Bild, das sorgt für kontrastreiche Arbeiten unter mehreren Aspekten. So malt sie nicht nur, sondern stickt auch Teile der Bilder.

Jörg Eberhard benutzt ein Repertoire wiederkehrender Motive wie Blumen oder Schlüssel, die frei im Raum zu schweben scheinen. So etwas wie Halt verliehen bekommen diese Gegenstände durch Hintergründe im Schachbrettmuster. Einzelne große Motive überlagern die kleineren und sind in einer separaten Farbe gehalten.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 17. Juli.

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