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Grevenbroich: Küchenmeister Ernst Petry bringt eigene Soßen auf den Markt

Kreiert in Grevenbroich : Küchenmeister Ernst Petry bringt eigene Soßen auf den Markt

Der Caterer baut sich ein zweites Standbein auf und kreiert eigene Soßen. Zehn unterschiedliche Sorten gibt es bereits, darunter außergewöhnliche Varianten – wie zum Beispiel die mit Altbier oder die mit Hanfsamen.

Ernst Petry ist schon viel herumgekommen: Der Küchenmeister aus Wevelinghoven hat schon in der Schweiz gekocht, in Singapur, in Johannesburg – und er hat nicht zuletzt als Küchendirektor das Düsseldorfer „Hyatt“ im Hafen mit eröffnet. Der Koch, der sein Handwerk unter anderem in der Grevenbroicher „Traube“ gelernt hat, kennt die Geschmäcker der Welt – und lässt seine Erfahrungswerte mitunter in die Entwicklung eigener Soßen einfließen.

Petry, der sich vor knapp zehn Jahren als Caterer selbstständig machte, bietet seit Montag in einem eigenen Shop fertige Soßen in zehn verschiedenen Geschmacksrichtungen an, die er selbst entwickelt hat. Damit möchte sich der 48-Jährige ein zweites Standbein aufbauen, denn die Auswirkungen der Pandemie habe auch sein Stamm-Geschäft getroffen. Wenn der Betrieb allmählich wieder anläuft, will er künftig besser aufgestellt sein.

Die vergangenen 14 Monate hat er deshalb genutzt, um die Soßen zu entwickeln. In Wevelinghoven erfunden, verfeinert und abgeschmeckt, lässt Petry nun unterschiedliche Varianten seiner „Serioustaste“-Linie „The Style“ in einer Meerbuscher Manufaktur produzieren: eine Soße im Altbier-Stil, für die er mit der Düsseldorfer Brauerei „Zum Schlüssel“ kooperiert, eine Soße „Barrique“ mit Whisky, eine Soße mit Gin, eine „Smoky“-Variante mit Honig und Flüssigrauch, eine mit Trüffeln, eine im „Ceasar“-Stil als Creme mit Mayo, Hartkäse und Kapern, eine Würzsoße mit Hanfsamen, eine asiatische Variante und eine mit orientalischen Gewürzen. Dazu gibt es noch eine Senf­kreation mit geschrotetem Röstmalz und Thymian. 200 Milliliter kosten zwischen 6,50 und 7,50 Euro.

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Gewachsen ist die Idee, eigene Soßen auf den Markt zu bringen, bei Grillevents. „Da habe ich häufig mit eigenen Soßen gekocht. Einmal sagte mir eine Kundin: Wenn es die Soßen auch so gäbe, würde sie sie kaufen“, sagt Ernst Petry, der nun in den Verkauf einsteigt. Mit der ersten Resonanz ist er zufrieden – erhältlich sind die Soßen derzeit in seinem Shop und an kleinen Verkaufsstellen wie der Metzgerei Terhardt in Laach, dem Verkauf am Gut Hombroich sowie der Bäckerei Herter in Orken. Supermärkte will er nicht erobern: Petry will keinen Vergleich mit der Tütenware, setzt er doch auf den Verzicht von Geschmacksverstärkern oder Bindemitteln. „Kunden sollen schmecken, dass die natürlichen Zutaten in meinen Soßen tatsächlich verkocht wurden.“

(cka)