Grevenbroich: Kreis überwacht Schlachtungen zum Opferfest

Veterinäramt in Grevenbroich : Kreis überwacht Schlachtungen zum Opferfest

Im August findet das Opferfest der Muslime statt. Durch die permanente Anwesenheit der Vertreter des Rhein-Kreises Neuss sei gewährleistet, „dass ein reibungsloser und schneller Ablauf der Schlachtungen erfolgt und gleichzeitig die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden, meldet das Veterinäramt.

Vom 11. bis zum 13. August findet das diesjährige „Kurban-Bayram“ statt, das Opferfest der Muslime. Im Rhein-Kreis Neuss werden an vier Orten in der Stadt Grevenbroich und in der Nachbargemeinde Rommerskirchen Opferschlachtungen durchgeführt.

„Wie in der Vergangenheit sind unsere Tierärztinnen und Tierärzte mit den amtlichen Fachassistenten von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang an den Schlachtstätten im Einsatz, um das Opferfest zu ermöglichen“, berichtet Frank Schäfer, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes.

Durch die permanente Anwesenheit der Vertreter des Rhein-Kreises Neuss sei gewährleistet, „dass ein reibungsloser und schneller Ablauf der Schlachtungen erfolgt und gleichzeitig die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden“. Dabei handelt es sich insbesondere um das Tierschutzgesetz und das Fleischhygienerecht. Nach dem Tierschutzgesetz darf ein warmblütiges Tier nur dann geschlachtet werden, wenn es vor Beginn des Blutentzugs betäubt worden ist. „Seit vielen Jahren wird hierbei das bewährte und von allen Beteiligten akzeptierte Verfahren der Elektro-Kurzzeitbetäubung angewandt“, berichtet der Leiter des in Grevenbroich beheimateten Kreisveterinäramtes. Darüber hinaus sehe das Fleischhygienerecht vor, dass die Tiere vor und nach der Schlachtung amtlich untersucht werden. „Dank der guten Organisation der Schlachtungen im Kreis gab es in den vergangenen Jahren trotz der Vielzahl der Schlachtungen keinerlei Probleme“, berichtet Schäfer.

Die Festlegung des Opferfestes unterliegt den Besonderheiten des islamischen Kalenders und wandert jedes Jahr um zehn Tage nach vorn. „Kurban-Bayram“ erfordert auch von den Muslimen in Deutschland eine besondere Spende. Jedes erwachsene Familienmitglied, das wirtschaftlich dazu in der Lage ist, sollte am ersten oder zweiten Tag des Festes ein Schaf oder Rind als Opfer schlachten lassen. Das Fleisch wird dann an Verwandte, Nachbarn und Bedürftige verteilt.

(NGZ)