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Grevenbroich: Kreative Frauen eröffnen ihr „Atelier für Schönes“ in Kapellen

Geschäftsidee in Grevenbroich : Kreative Frauen eröffnen ihr „Atelier für Schönes“ in Kapellen

Mutig starteten vier Frauen in der Corona-Pandemie mit ihrem Projekt, eröffneten das „Atelier für Schönes“ mitten in Kapellen. Das Atelier teilen sich eine Make-Up und Haarstylistin, eine Näherin, eine Malerin und eine Fachfrau für Kinesiologie. Was sie dort Ansprechendes für Körper und Geist anbieten.

An der Friedrichstraße haben die vier Frauen ein ehemaliges Fliesengeschäft als ansprechendes Atelier gestaltet. Ein rotes Sofa lädt zum Niederlassen ein, es gibt Kaffee oder ein kühles, prickelndes Getränk und frische Erdbeeren. An den Wänden hängen selbst gemalte Bilder von Angelika Bohnen. In einem zurückliegenden Raum steht eine Behandlungsliege, an der Sabine Thiele als Kinesiologin tätig wird. Steffi Bidlingmaier sitzt an der Nähmaschine, an der ausgefallene Handtaschen und Beutel entstehen. Vielfältig ist das Angebot im Atelier.

Begeistert erzählen die Frauen, wie sie zu dem gemeinsamen Atelier gekommen sind. Andrea Brings ist seit 37 Jahren in der Beauty-Branche aktiv, widmet sich der Schönheit und dem Styling von Bräuten. Sie gab Schminkkurse, macht Fotoshootings und Proficoaching für Kosmetikerinnen und Friseurinnen. „Ich habe mir schon immer Kollegen gewünscht. Menschen, mit denen man sich austauscht und gemeinsam ein Ziel verfolgt“, erzählt die Hemmerdenerin.

Steffi Bidlingmaier (32) lernte sie vor einigen Jahren als Braut kennen. Die beiden hielten Kontakt. „Als ich ihr von dem Atelier erzählt habe, war sie sofort begeistert“, erinnert sich Andrea Brings.

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Bidlingmaier nähte bislang zu Hause. Jetzt sitzt die Elsenerin im Atelier. Kunden können dort sehen, wie die Waren entstehen – Taschen und Turnbeutel beispielsweise, Kissen und Kosmetiktäschchen. Dafür nutzt sie Baumwolle, Kunstleder und Kork. „Natürlich ging das während Corona online von zu Hause“, erzählt die Jüngste im Quartett. Im Atelier freut sie sich auf den Kundenkontakt und auf die Inspiration durch die Partnerinnen.

Sabine Thiele nutzt Zeiten, wenn die anderen kreativen Frauen nicht da sind, „weil man zur Kinesiologie Ruhe braucht“. Sie will den Kundinnen helfen, Energie frei zu setzen und das Beste in sich zu entfalten. Mit Hilfe eines Muskeltests erfährt sie, was die Klientin braucht. Helfen können da ganz spezielle Übungen.

Inspirierend wirken die Gemälde von Angelika Bohnen in den Räumlichkeiten an der Friedrichstraße. Sie malt mit Acryl, Pastell, auch „Mandala-Bilder“ entstehen aus ihrer Hand. „Manchmal komme ich rein und bin ganz überrascht, weil neue Bilder an den Wänden hängen und der Raum sofort ganz anders wirkt“, erzählt Steffi Bidlingmaier. Das „Atelier für Schönes“ ist ihre „Basis“, ihr „zweites Zuhause“, wo sie sich kreativ entfalten können.