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Grevenbroich: Krankenschwester mit Corona infiziert

Rheinland-Klinikum Grevenbroich : Krankenschwester mit Corona infiziert

Eine Mitarbeiterin des Rheinland-Klinikums in Grevenbroich ist am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Krankenschwester, die im OP-Bereich arbeitet, lebt nicht im Rhein-Kreis Neuss. Ein weiterer Verdachtsfall hat sich nicht bestätigt.

Seit einer Woche habe sie Urlaub und das Elisabeth-Krankenhaus in dieser Zeit auch nicht betreten, sagte Sprecherin Ulla Dahmen am Abend. Die Frau zeige keine Symptome.

„Die Verantwortlichen des Rheinland-Klinikums stehen in engem Kontakt mit dem zuständigen Rhein-Kreis und stimmen alle Maßnahmen mit dem Kreisgesundheitsamt ab“, sagte Dahmen. So seien bereits alle Kollegen, die Kontakt mit der betroffenen Krankenschwester hatten, auf das Coronavirus getestet worden. Die Ordnungsbehörde habe zunächst ein Beschäftigungsverbot für diese Personengruppe erlassen. Die operative Notfallversorgung im Elisabeth-Krankenhaus sei „auch Dank der gegenseitigen Unterstützung im Verbund des Rheinland-Klinikums gesichert“.

Bereits am Mittwoch Mittag war in Grevenbroich eine Rettungswagen-Besatzung nach Hause geschickt worden. Der Grund: Der Rettungswagen hatte einen Mann mit „grippeähnlichen Symptomen ins Rheinland-Klinikum gefahren“, erklärte Kreissprecher Benjamin Josephs am Nachmittag. Er bestätigt, dass der Grevenbroicher sich „vor einiger Zeit“ in Italien aufgehalten hat. Laut Information unserer Redaktion soll der Mann bis Mitte vergangener Woche in Italien gewesen sein. Italien wurde im Februar zu dem am meisten von dem Virus betroffenen Land in Europa.

Der Mann wurde auf das Corona-Virus getestet. Das Ergebnis fiel negativ aus, teilte das Rheinlandklinikum am Donnerstag mit. „Das erleichtert uns sehr“, sagte Pressesprecherin Ulla Dahmen. Das Kreisgesundheitsamt hatte am Mittwoch bereits ermittelt, mit wem der Mann Kontakt hatte. Dazu gehörte die zweiköpfige Besatzung des Rettungswagens. Das Fahrzeug ist an der vom Roten Kreuz betriebenen Rettungswache an der Parkstraße direkt neben dem Krankenhaus stationiert. Die beiden Rettungsdienstler wurden am Mittwoch laut Josephs „vorsorglich aus dem Dienst genommen“.

Eine häusliche Quarantäne sei aber nicht angeordnet worden. Die Rettungswagen-Besatzung habe nach dem Einsatz „keinen engeren Kontakt mit Kollegen gehabt“, erklärt der Kreissprecher. „Es besteht keine Ansteckungsgefahr für weitere Rettungssanitäter.“ Der Rettungswagen sei desinfiziert worden und „ist danach wieder im Einsatz“.

„Bislang haben wir nur einen infizierten Mann im Kreisgebiet“, sagt Josephs. Dabei handelt es sich um einen 49 Jahre alten Familienvater in Neuss-Norf.

Benjamin Josephs betonte am Mittwoch Nachmittag: „Der Betrieb auf der Rettungswache ist sichergestellt. Wir haben keinerlei Einschränkungen im Rettungsdienst.“

Am Mittwoch sind laut Josephs noch weitere Verdachtsfälle auch im Grevenbroicher Stadtgebiet aufgetreten – von Menschen, die Kontakt zu Erkrankten hatten. Genaue Zahlen will der Rhein-Kreis Neuss noch mitteilen.