Aktionstag am 19. September 2023 Patienten im Elisabeth-Krankenhaus sollen sich sicherer fühlen

Grevenbroich · Warum wird im Rheinland Klinikum so oft nach dem Namen eines Patienten gefragt? Und wie sicher ist die Arzneimitteltherapie im Elisabeth-Krankenhaus? Fragen wie diese werden zum Welttag der Patientensicherheit beantwortet.

Frank Schneider, Leiter der Qualitätsmanagements im Rheinland Klinikum, bereitet eine Ausstellung zum Tag der Patientensicherheit vor.

Frank Schneider, Leiter der Qualitätsmanagements im Rheinland Klinikum, bereitet eine Ausstellung zum Tag der Patientensicherheit vor.

Foto: Rheinland Klinikum

Fehler passieren, so heißt es – doch bei der Behandlung in einem Krankenhaus müssen höchste Ansprüche gelten, um genau das auszuschließen. Darum wird dieses Thema anlässlich des Welttags der Patientensicherheit gezielt in den Fokus gerückt. Das Elisabeth-Krankenhaus in Grevenbroich beteiligt sich an den Aktionen mit einer Ausstellung und Infoständen am Dienstag, 19. September, ab 9 Uhr. Das Ziel: Patienten und grundsätzlich Interessierte sollen über die vielfältigen Maßnahmen in den Kliniken für mehr Patientensicherheit aufgeklärt werden.

Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweise Checklisten, wiederholtes Nachfragen, Markierungen, Dokumentationen – es wird viel Aufwand betrieben, damit Patienten ohne Zweifel identifiziert werden, um Irrtümer zu vermeiden. Denn diese können fatale Folgen haben. „Wenn wir oft nach einem Namen fragen, bedeutet das nicht, dass wir nicht wissen, wer die Person ist“, erklärt Frank Schneider, Leiter der Qualitätsmanagements im Rheinland Klinikum, anhand eines Beispiels. „Vielmehr ist die Wiederholung von Fragen und Antworten beabsichtigt und soll Verwechslungen an den verschiedenen Stationen des Behandlungsablaufs verhindern. Deshalb wird lieber zweimal gefragt, als einmal zu wenig.“ Dies ist nur eine von zahlreichen Maßnahmen, die der Sicherheit dienen und bei denen aktive Unterstützung der Patienten erforderlich ist.

Bei den Aktionen an den Standorten informieren deshalb Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Apotheke, Hygiene, Arbeitssicherheit, aus der Pflege und Physiotherapie sowie aus dem Qualitätsmanagement über verschiedene Aspekte der Patientensicherheit. Aufgeklärt wird beispielsweise über den Sinn medizinischer Untersuchungen zur Einschätzung von gesundheitlichen Risiken. Auch werden Übungen gezeigt und Hilfsmittel zur Vorbeugung von Krankheiten erläutert. Thema ist überdies der Einsatz spezieller Software, die die Arzneimitteltherapie sicherer macht. Vielfältig sind nicht zuletzt die Aufgaben des Teams der Krankenhaushygiene, das Mitarbeiter schult, Patienten und Besucher über die Bedeutung der Händehygiene aufklärt, Arbeitsprozesse begleitet und optimiert.

Die Veranstaltung unter dem Motto „Stimme der Patienten stärken!“ geht auf eine Initiative des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS) zurück. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit bietet das Aktionsbündnis unter der Adresse www.tag-der-patientensicherheit.de eine Online-Plattform an, auf der alle Beteiligten ihre Aktionen präsentieren und Interessierte sich über diese Angebote informieren können.

(NGZ)
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