Politik in Grevenbroich Ratskooperation lehnt Wettbewerb für City-Straße ab

Grevenbroich · Die CDU fordert einen Ideen-Wettbewerb für die Neugestaltung der Karl-Oberbach-Straße - und scheitert dabei an der Ratskooperation. Warum SPD, Grüne und Mein Grevenbroich den Vorschlag der Union ablehnen.

Die CDU erwartet von einem Ideen-Wettbewerb ähnliche Ergebnisse wie den Erftboulevard in Bergheim.

Die CDU erwartet von einem Ideen-Wettbewerb ähnliche Ergebnisse wie den Erftboulevard in Bergheim.

Foto: Stadt Bergheim

Den von der CDU vorgeschlagenen Ideen-Wettbewerb für die Karl-Oberbach-Straße lehnt die Ratskooperation ab. SPD, Grüne und Mein Grevenbroich wollen bei der Neugestaltung lieber auf die vor Ort vorhandenen „professionellen Player“ setzen anstatt auf „externe Expertise“. Das Bündnis habe zudem Vertrauen in die Fachleute von Stadt und Stadtbetrieben, heißt es in einer jetzt veröffentlichten Pressemitteilung.

Die Pläne der CDU für einen verbesserten Zugang zur Erft seien nicht neu, sondern bereits Gegenstand des Workshops zur Neugestaltung des Flutgraben-Quartiers, kritisieren die drei Fraktionen. Für die Karl-Oberbach-Straße gebe es bereits einen Plan, der den Radverkehr stärke, die Aufenthaltsräume in der Innenstadt verbessere und ausreichend Parkplätze für den Handel bieten werde. Dieses Konzept werde im nächsten Verwaltungsrat der Stadtbetriebe vorgestellt und könnte im Sommer umgesetzt werden.

„Wir gehen davon aus, dass wir durch diesen Prozess gemeinsam eine gute und richtungsweisende Lösung erreichen werden, die den Erwartungen an eine moderne Innenstadt gerecht wird“, heißt es in der Pressemitteilung. Ergänzend werde das Bündnis auch Vorschläge zur Weiterentwicklung des Fahrradstraßennetzes machen. Die Fraktionen wiesen zudem auf den aktuell laufenden Workshop „Masterplan Stadtparkinsel/Grüne Infrastruktur“ hin, bei dem Ideen gemeinsam mit Bürgern und örtlichen Fachleuten entwickelt werden sollen.

Eine positive Innenstadtentwicklung lasse sich nach Meinung der Ratskooperation nur unter Beteiligung möglichst vieler örtlicher Akteure umsetzen. Die Ideen der Union könnten in allen Foren und Prozessen eingebracht werden, dafür brauche es weder „externe Expertise“ noch einen Ratsantrag – „das braucht nur die Bereitschaft der CDU zur aktiven Mitgestaltung“.

Die CDU hatte vorgeschlagen, einen Wettbewerb für Studenten oder Fachbüros auszuloben. Dabei sollten Ideen für die Neugestaltung der Karl-Oberbach-Straße gewonnen werden. Vor allem geht es der Fraktion dabei auch um eine Neugestaltung des Erftufers.

(wilp)
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