Grevenbroich: Kohle-Aktivisten planen Mahnwache vor Amtsgericht

Auftakt Gerichtsprozess in Grevenbroich: Kohle-Aktivisten planen Mahnwache vor Amtsgericht

Zehn der Klima-Aktivisten der Aktionsgruppe „Kohle erSetzen!“, die im August 2017 mit einer Sitzblockade die Zufahrt zum Braunkohlenkraftwerk Neurath blockiert haben, stehen jetzt Gerichtsprozesse bevor.

Ihnen wird nach Angaben des Aktionsgruppen-Sprechers Arvid Jasper vorgeworfen, an einer aufgelösten Versammlung teilgenommen zu haben. Die ersten beiden Ordnungswidrigkeitsverfahren sind für diesen Donnerstag am Amtsgericht Grevenbroich geplant. Wie Jasper mitteilt, plant die Gruppe für den Vormittag eine Mahnwache vor dem Amtsgericht an der Lindenstraße. „Wir wollen ein Zeichen vor Ort setzen“, sagt Arvid Jasper, der allerdings nicht davon ausgeht, dass viele Aktivisten kommen werden, zumal sich fast alle auf den Hambacher Forst konzentrieren.

Bei der Mahnwache am Amtsgericht wollen auch die beiden Beschuldigten, denen Bußgelder drohen, Flagge zeigen und sich Fragen stellen. Wie Jasper ausführt, möchten sie ihren Kampf gegen die Klimakrise und die Kohleindustrie „ganz öffentlich vor Gericht führen“. Die Aktivisten sind überzeugt, dass ziviler Ungehorsam nötig und legitim sei. Sie fordern den „sofortigen Einstieg in den Kohleausstieg“ – und wollen zeitnah weitere Aktionen planen, mit denen sie bewusst in die Kohle-Infrastruktur auch im Rheinischen Revier eingreifen wollen. Im August 2017 hatten rund 150 Aktivisten der Gruppe zeitgleich mit Aktivisten von „Ende Gelände“ sitzend Zufahrten blockiert – letztere Gruppe die Gleise der Kohle-Bahn.

(cka)
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