Grevenbroich: Knapp fünf Jahre Haft für Serien-Einbrecher

Taten am Niederrhein : Serien-Einbrecher zu knapp fünf Jahren Haft verurteilt

Nach einer Serie von 19 Einbrüchen in Grevenbroich und Umgebung müssen vier Männer nun für bis zu vier Jahre und neun Monate in Haft. Das Düsseldorfer Landgericht verurteilte die Männer am Donnerstag wegen schweren Bandendiebstahls.

Bei ihren Taten hatten sie Geld, Schmuck und Laptops im Wert von knapp 150.000 Euro erbeutet.

Drei der vier Männer müssen nun für längere Zeit in Haft. Sie wurden vom Landgericht nach knapp drei Monaten Verhandlungsdauer zu Strafen zwischen 48 und 57 Monaten verurteilt. Einer der drei kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Der Mann wurde lediglich als Unterstützer wegen „Beihilfe“ verurteilt.

Laut Ermittlungen war die Bande seit Herbst 2018 am Niederrhein, in Ostwestfalen und vor allem im Großraum Grevenbroich immer wieder in Häuser eingestiegen. „Die Tatzeit lag jeweils zwischen 17 und 21.30 Uhr“, so Staatsanwalt Andreas Stüve, „es waren klassische Dämmerungs-Einbrüche.“ Täter schauen in dieser Zeit, ob Licht im Haus brennt und ob die Bewohner zu Hause sind. Ist alles dunkel, versuchen sie häufig über die Terrasse in die Häuser einzudringen.

So war es auch im Fall der jetzt verurteilten Albaner. Betroffen waren unter anderem zwei Häuser in Kapellen und Hemmerden. In Kapellen erbeutete die Bande bei einem Einbruch „Am Kleepfädchen“ Schmuck und Uhren im Wert von 8000 Euro sowie 650 Euro in bar, in Hemmerden fielen den Männern Schmuckstücke im Wert von 2500 Euro in die Hände. Weitere Taten gab es in Kaarst und Meerbusch. Dort erbeutete die Bande Luxushandtaschen, Uhren und Schmuck im Wert von 42.000 Euro.

Ins Visier der Polizei waren die Männer durch eine Tat in Dormagen geraten. Zeugen hatten die Täter beobachtet und auch das Fluchtfahrzeug gesehen. Danach wurde die Bande zunächst von der Polizei observiert, bis schließlich in Krefeld die Festnahme auf frischer Tat gelang. Das Urteil nahmen die Männer ohne große Reaktion zur Kenntnis. Die Richter entschieden, dass die Bande auch den entstandenen Schaden von mehr als 150.000 Euro wiedergutmachen muss. Wie das geschehen soll, blieb offen.

Die Staatsanwaltschaft hatte bis zu sechs Jahre Haft gefordert. Staatsanwalt Andreas Stüve und auch die Verteidiger können gegen das Urteil noch Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist die Beute der Einbrecherbande

(mape)
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