Grevenbroich:Klinik St. Elisabeth informiert zu Handhygiene

St. Elisabeth in Grevenbroich : Klinik-Experten klären über die Handhygiene auf

Auf seinen Händen trägt jeder Einzelne bis zu 150 verschiedene Bakterienarten. Die Zusammensetzung unterschiedet sich von Mensch zu Mensch – und vor allem lässt sich per Handhygiene gegen viele der Winzlinge, etwas unternehmen.

Wie sie richtig angewendet wird, zeigten Norbert Conrads und Kollegen anlässlich des Termins „Tag der Hände, Infos gegen Keime“ im Kreiskrankenhaus.

„Für jeden Menschen gilt das, was wir als Kinder lernten: Komme ich nach Hause, wasche ich als erstes meine Hände“, erklärt der Fachmann. Selbst bei Erkältungs- oder Grippewellen sei das Verfahren „ausreichend. Wird es richtig angewendet.“ Das aus ökologisch sinnstiftende Seifenstück ist aus bakterieller Sicht „nur zweitbeste Lösung“, denn Keime und Bakterien bleiben auf ihm kleben „und entwickeln sich im feucht-warmen Milieu weiter“. Besser ist ein Hub aus dem Seifenspender. Je nach Handgröße soll portoniert werden, sodass unter Zusatz lauwarmen Wassers die „Seife aufschäumen“ kann.

Weil Rechtshänder rechts eine deutlich größere Bakterienvielfalt haben als links – bei Linkshändern sei es umgekehrt – sollte die Haupthand besonders sorgfältig abgeseift werden. Wie das funktioniert, hat die Klinik St. Elisabeth gerade per Anleitungen im neuen Flyer erstellt. „Ein neuralgischer Punkt sind die Daumen“, auch an Fingerspitzen bleibt lange Schmutz – wie der Test bestätigt.

Dazu gab es im Foyer des Krankenhauses einen Versuchsaufbau. Mit einer speziellen Lotion simulierten die Probanden den Handwaschvorgang und hielten ihre Hände anschließend in einen Schwarzlicht-Kasten. Das Ergebnis waren oft fleckige Hände, „deutlich zu sehen sind die Benetzungslücken“, wie Norbert Conrads die entsprechenden Flächen benannte.

Was beim Privatier legitim ist, darf Klinik- oder Pflegepersonal „nicht passieren“. Aus diesem Grund werden alle Mitarbeiter der Klinik, auch Kollegen, die Praktika absolvieren, in die Handhygiene eingewiesen. Profi-Tipps durften Fachfremde sich beim „Tag der Hände“ gerne abgucken: Nach dem sorgfältigen Händepflege sollte immer „ein bisschen Zeit vergehen, ehe Hände desinfiziert werden“. Darüber hinaus gab es Pflegetipps für zarte Finger: Für Zwischendurch sollten Cremes oder Lotionen mit geringem Fettanteil verwendet werden, „sonst gibt es Schmierfinger“. Aber vor dem Schlafengehen darf es dann eine „fetthaltige Creme“ sein.

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