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Grevenbroich: Kleine Baumpaten werden mit süßen Äpfeln belohnt

Aktion „Grevenbroich – da blüht dir was“ : Kleine Baumpaten mit süßen Äpfeln belohnt

Kinder kümmern sich liebevoll um Gewächse an ihrer Kita St. Martinus in Wevelinghoven – nun auch um einen Apfelbaum. Hintergrund ist die Aktion „Grevenbroich – da blüht dir was“. Was das für ein Projekt ist und wie es ankommt.

Auf dem Gelände der Kita St. Martinus ist jetzt ein Apfelbaum gepflanzt worden, der künftig von den kleinen Besuchern gehegt und gepflegt wird. Vor allem soll er in trockenen Sommermonaten mit ausreichend Wasser versorgt werden. Die Tagesstätte geht dabei mit gutem Beispiel voran und regt zum Nachahmen an.

Das gefällt Rolf Behrens vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der im vergangenen Jahr gemeinsam mit Monika Stirken-Hohmann von den Stadtbetrieben und Andrea Istas vom Stadtmarketing die Aktion „Grevenbroich – da blüht dir was“ ins Leben gerufen hatte. Ziel war es, noch mehr „Paten“ zu finden, die sich um Straßenbäume im Stadtgebiet kümmern.

„Die Resonanz war gut“, resümiert Behrens. „Es haben sich viele neue Grevenbroicher gefunden, die künftig dafür sorgen wollen, dass Bäume in ihrer Nachbarschaft während der Trockenphasen mit genügend Wasser versorgt werden.“ Zudem hätten sich viele bereit erklärt, auch die kleinen Beete unterhalb der Bäume mit insektenfreundlichen Blumen zu bepflanzen.

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„Mittlerweile geht die Zahl der Baum-Patenschaften im Stadtgebiet auf die 100 zu“, sagt Rolf Behrens. Mit im Boot sind die Kinder von St. Martinus, die schon vor einiger Zeit eine sogenannte Baumscheibe auf dem Kita-Gelände bepflanzten und sie seitdem liebevoll pflegen. Mit diesem Projekt hatte sich die Tagesstätte an der Aktion „Grevenbroich – da blüht dir was“ beteiligt. Als Preis für dieses Engagement gab es einen Apfelbaum, der jetzt von den Kindern gepflanzt wurde. „Wir haben uns für den ,Roten Grabensteiner‘ entschieden. Das ist eine alte Sorte, die gut verträglich für Allergiker ist“, betont Behrens. Der Apfel selbst sei sehr süß und ließe sich gut zu Saft verarbeiten. Noch zwei weitere Tagesstätten im Stadtgebiet sollen in diesem Frühjahr einen solchen Baum erhalten. Die Termine für die jeweiligen Übergaben stehen aber noch nicht fest.

Die Gemeinschaftsaktion von Stadtbetrieben, Stadtmarketing und BUND soll in diesem Jahr fortgesetzt werden – erneut verbunden mit einem Wettbewerb, bei dem es unter anderem Stadt-Gutscheine zu gewinnen gibt. Annähernd 100 „Paten“ seien zwar schon eine stattliche Zahl – doch: „Bei den vielen Straßenbäumen im Stadtgebiet brauchen wir noch mehr Leute, die sich engagieren möchten“, wirbt Rolf Behrens. Gerade in den trockenen Sommermonaten seien die Mitarbeiter der Stadtbetriebe nicht in der Lage, sämtliche Bäume regelmäßig mit Wasser zu versorgen.