Nachspiel für Klima-Aktivisten Klassik-Musiker sorgten für Turbulenzen im Tagebau Garzweiler

Grevenbroich · Es war ein ungewöhnlicher Protest, der jetzt ohne strafrechtliche Konsequenzen vor Gericht endete. Das Amtsgericht Rheydt hat drei musizierende Männer und Frauen vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs freigesprochen. Sie waren mit anderen, so genannten „Klima-Aktivisten“ auf das Gelände des Tagebaus Garzweiler eingedrungen.

 Aktivisten und Musiker drangen im August 2021 in den Tagebau ein und wurden von Polizisten umstellt.

Aktivisten und Musiker drangen im August 2021 in den Tagebau ein und wurden von Polizisten umstellt.

Foto: dpa/David Young

Der Vorfall hatte sich im August ereignet. Damals waren etliche Klima-Protestler an einem Sonntagmorgen auf das Gelände des Tagebaus vorgedrungen – und zwar mit ihren Instrumenten. Nach eigenen Angaben gehörten sie zur Musikgruppe „Lebenslaute“. Die Truppe hat sich „klassische Musik und zivilen Ungehorsam“ auf die Fahne geschrieben. Unter den musizierenden Klimaprotestlern waren auch eine 61-jährige Frau und zwei 69 und 71 Jahre alte Rentner. Sie waren über die so genannte „Rampe Wanlo“ auf das Tagebaugelände vorgedrungen und hatten hier einen Großeinsatz von Polizei und RWE-Werksschutz ausgelöst. Unter anderem hatte die Gruppe klassische Musik von Johann Sebastian Bach gespielt und so für stundenlange Turbulenzen gesorgt.