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Grevenbroich: Kirmes und besondere Schützen-Ehrungen in Langwaden​

Brauchtum in Grevenbroich : Kirmes und besondere Schützen-Ehrungen in Langwaden

In Langwaden wird endlich wieder Schützenfest gefeiert – und das total entspannt. Der Regent, Felix von Nesselrode, ist ein würdiger Repräsentant der Kirmesgesellschaft Einigkeit Langwaden 1932. An seiner Seite: Königin Alice, seine Schwester.

Eine Besonderheit: Der Kirmesplatz in Langwaden ist der einzige in Grevenbroich, der nicht von der Stadt bestückt wird. Der Grund: Dieser Platz befindet sich in Privatbesitz. Der Besitzer, Graf Bertram von Nesselrode, ist der Vater des Schützenkönigs.

Kleine Portion Fritten drei Euro, die große ist einen Euro teurer: Wie woanders auch, sind die Preise nach der Pandemie deutlich gestiegen. Die Kirmesbesucher nehmen“s gelassen, sie freuen sich, endlich mal wieder unter Menschen zu sein. Bei allerschönstem Wetter wurde das Fest am Samstag um 12 Uhr eingeböllert. Um 18.30 Uhr erfolgte dann der Umzug. Bei der Gelegenheit wurde deutlich, dass das Langwadener Regiment während der Pandemie nicht geschrumpft ist. Abends war das Festzelt überraschend gut besucht.

Am Sonntagabend nach dem Umzug wurde Junghahnenkronprinz Marc George feierlich gekrönt. Am Sonntagmittag hatte der Männergesangverein Cäcilia Wevelinghoven dem König ein Ständchen im Festzelt gesungen. Vizepräsident Helmut Bähren und Präsident Heiner Hoffmann nahmen am Wochenende eine Reihe von Ehrungen vor: Hansi Wißdorf, Kapitän des Marinezuges, gehört der Kirmesgesellschaft seit 40 Jahren an, Clemens Vollbracht ist seit 25 Jahren dabei. Nicht unerwähnt blieb, dass es den Männergesangverein Cäcilia Wevelinghoven seit 175 Jahren gibt.

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Eine gelungene Überraschung: Der Präsident beförderte Oberst Frank Rademacher zum Generaloberst. Gefeiert wird auch bei den Sappeuren. Sie existieren seit 60 Jahren. Die Schützen denken auch an schwerstkranke Kinder, die in einem Hospiz betreut werden. Wer an der Tankstelle gegenüber dem Festplatz ein Armband mit der Aufschrift „Op en schöne Kirmes“ erwirbt, spendet gleichzeitig für das Kinderhospiz.

Diesen Montag findet um 15.30 Uhr der Klompenball statt, für 18 Uhr ist das Hahnenköppen geplant. „Der Buschfunk sagt, dass es Anwärter gibt“, verriet der zweite Geschäftsführer Pascal Mährle. Erst einmal wird aber Hahnenkronprinz Herbert George gekrönt.