Grevenbroich: Kinderkulturbühne wird zehn Jahre alt

Puppenspiele in der Villa Erckens : Kinderkulturbühne wird zehn Jahre alt

Puppenspiele sind in Grevenbroich beliebt wie eh und je. Drei Ensembles sorgen im Niederrhein-Museum regelmäßig für ein buntes Programm – und der runde Geburtstag wird mit zehn starken Stücken in der Villa Erckens gefeiert.

Wie so vieles fing sie mal klein an, die Kinderkulturbühne. Wie so manches, das Kulturamtschef Stefan Pelzer-Florack und seine engagierten Kollegen anpackten, wurde daraus eine erfolgreiche Geschichte. Im kommenden Jahr feiert die städtische Reihe ihr nunmehr zehnjähriges Bestehen – und das wird mit zehn starken Stücken gefeiert.

„Es wird ein besonders vielfältiges Programm für alle Kinder ab drei Jahren“, kündigen Stefan Pelzer-Florack und seine Kollegin Maren Sturm den Mix aus Klassikern der Kinderliteratur, guter Unterhaltung und großem Spaß an. Und weil an Geburtstagen bekanntermaßen Geschenke gemacht werden, bietet das Kulturamt als Bonbon ein Spar-Abo an: „Für nur 50 anstelle von 60 Euro können alle zehn Vorstellungen besucht werden.“

Drei feste Partner sind es, die regelmäßig mit ihren Aufführungen auf der Stadtparkinsel zu Gast sind, erzählt Pelzer-Florack: Dazu zählen das Seifenblasen-Figurentheater aus Meerbusch, die „Wodo“-Puppenspieler aus Mülheim und „relativ neu, dafür um so stürmischer“ die Mitglieder der Formation Koblenzer Puppenspiel – „ganz junge Leute, motiviert bis in die Haarspitzen“. Sie eröffnen den Vorstellungsreigen am 16. Januar, 15 Uhr mit dem Alllzeitfavoriten „Rumpelstilzchen“. Am 20. Februar folgen die „Sieben Geißlein“, dargeboten vom Seifenblasen-Figurentheater, dann erzählen die Koblenzer die Geschichte der „Olchis und dem Schmuddelhund“ im März, ehe die berühmten „Briefe von Felix“ vom Wodo-Puppenspiel im April gezeigt werden. Bis auf die Sommermonate, in denen pausiert wird, steht in jedem Monat ein Kindertheater-Beitrag an.

Die Anfänge nahm die Kinderkulturbühne 2008 mit der Ausstellung „Seid ihr alle da?“. „Damals merkten wir, wie gut die Räume geeignet sind“, erzählt der Kulturamtschef über den Auftakt in der Villa Erckens. Darüber hinaus wurde mit dem Angebot eine Lücke gefüllt – das bis dato an der Alten Feuerwache angebotene Kinderprogramm gab es nicht länger. Mehr als 100 Aufführungen waren seither gefolgt, eine „absolute Erfolgsgeschichte mit immer vollem Haus“, rechnet Pelzer-Florack vor. Denn wie so oft gibt der städtische Haushalt keinen Etat für negative Experimente her. Aber die Resonanz ist gut, komplette Kindertageseinrichtungen besuchten die Vorstellungen, nicht nur aus der Schlossstadt, ebenso aus Nachbarkommunen. In den Jahren 2015 bis 2017 wurden zusätzlich drei Mal Figurentheater-Festivals veranstaltet, „das hat gut funktioniert“.

Nicht nur Eltern erzählen ihrem Nachwuchs vom Museum, sondern mindestens genauso oft ist es mittlerweile umgekehrt. Womit die Villa Erckens auch ohne eigenen Museumspädagogen einen pädagogischen Anspruch erfüllt.

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