1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Katze aus Wäschetrockner war zwei Monate verschollen

Happy End in Grevenbroich : Wäschetrockner-Katze war zwei Monate verschollen

Die Tierhalterin ist überglücklich: Sie hatte „Keffie“ zwei Monate lang vermisst. Bis die Feuerwehr ihre Katze am Donnerstag aus einem Fremd-Trockner rettete. Die ganze Geschichte.

Gabriele Kluge hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, als am Donnerstag plötzlich ihr Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung: ein Tierarzt, der ihr eine frohe Botschaft überbrachte. Keffie ist bei ihm! Gabriele Kluge konnte es kaum fassen: Zwei Monate nachdem ihre Katze spurlos verschwunden war, tauchte sie wieder auf. Und zwar auf kuriose Weise: Das Tier musste am Donnerstag von der Feuerwehr aus dem Wäschetrockner einer Familie aus Hemmerden befreit werden. Keffie hatte es sich in dem Gerät gemütlich gemacht und wollte es nicht mehr verlassen – zumindest nicht freiwillig. Weil sie sich wehrte, riefen die Hausbesitzer die Retter zur Hilfe.

Die Feuerwehrleute übergaben das Tier einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der es zum Tierarzt brachte. Ausgerechnet zu dem Tierarzt, den Gabriele Kluge mit ihrer Katze in den vergangenen Jahren immer mal wieder aufgesucht hatte. „Der Arzt hat Keffie erkannt und mich informiert“, sagt die Hemmerdenerin, die überglücklich ist, dass ihre Katze wieder da ist. „Meine Tochter und ich haben geweint, als die Nachricht kam“, sagt sie noch immer gerührt. Wo das Tier in den zwei Monaten war, ist nicht bekannt. Kluge hatte sogar mit Plakaten nach Keffie gesucht.

 Das Tier wurde von der Feuerwehr befreit.
Das Tier wurde von der Feuerwehr befreit. Foto: Feuerwehr Grevenbroich
  • Einsatzkräfte der Feuerwehr Bottrop mit einem
    Spezialeinsatz in Bottrop : Feuerwehr rettet Pferd aus Graben an der Halde Schöttelheide
  • Beim Spaziergang : Mann überfällt Frau und verletzt Welpen tödlich
  • Urlaubsbetreuung : Hundepension - So finden Sie die beste Urlaubsbetreuung für Ihren Hund

Jedenfalls ist die Katze recht erschöpft. „Sie wird vom Tierarzt aufgepäppelt“, sagt Kluge, die sich seit acht Jahren um Keffie kümmert. Es ist ihre einzige Katze – klar, dass sie sich große Sorgen gemacht hat. „Ich habe jeden Tag auf der Terrasse nachgeschaut, ob sie wieder da ist. Sogar Trockenfutter habe ich herausgestellt, falls sie kommt“, berichtet Gabriele Kluge. Sie wartet jetzt sehnsüchtig darauf, ihren Stubentiger wieder in Empfang nehmen zu können. Noch muss das Tier in Behandlung bleiben, Untersuchungen stehen aus. Denn die Katze ist geschwächt, war unterkühlt. Derzeit hängt sie am Tropf. Laut Kluge ist der Zustand aber stabil. Die Ärzte hatten sogar das Blut untersucht – im Ergebnis ohne Auffälligkeiten. Kluge hofft, dass sie Keffie bald abholen kann. Warum sie sich bei der Befreiung aus dem Trockengerät so heftig wehrte, kann sich Kluge indes nicht erklären: „Eigentlich ist sie eine sehr liebevolle Katze.“