Grevenbroich: Katholische Hauptschule schließt als letzte Hauptschule in der Stadt

Hauptschule : Abschied der letzten Hauptschule

Mit einem lockeren Beisammensein nahm die letzte Hauptschule Abschied.

Wenn am Freitag, 6. Juli, rund 100 Zehntklässler mit ihrem Zeugnis die Katholische Hauptschule – und damit die letzte Hauptschule in der Stadt – verlassen, schließen sich die Türen für immer. Für Schulleiter Heinz-Gerd-Schmitz, der seine gesamte berufliche Laufbahn zunächst als Lehrer, dann als Konrektor und seit 2006 als Schulleiter in diesen Gebäuden verbracht hat, ein trauriges Ereignis. Doch zuvor wurden die trüben Gedanken beiseite geschoben, denn am vergangenen Freitag feierte die Katholische Hauptschule noch ihr 50-jähriges Bestehen.

Dazu hatten Schulleiter und Kollegium zu einem geselligen Kommunikationsabend auf den Schulhof eingeladen. „Seit Beginn haben rund 6000 Schüler die KHS besucht“, hatte der Schulleiter errechnet. „Das Jubiläum nutzen viele für ein kleines Klassentreffen, die meisten haben aus der Zeitung davon erfahren oder sich über die sozialen Medien hier verabredet,“ wußte Schmitz. Er kennt die meisten von ihnen, viele hat er auch selbst einmal unterrichtet, zum Beispiel in Politik. „Nicht nur für mich, sondern auch für sie ist die Schule mit zahlreichen schönen Erinnerungen verbunden – auch wenn die Gebäude nicht mehr dieselben sind. Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass einige ehemalige Schüler noch heute mit ihren Familien Skiurlaub in Südtirol machen, wo sie als Kinder mit der Klasse hingereist sind,“ erzählte er.

An allen Ecken begannen die Gespräche unter den jungen und älteren ehemaligen KHS-Schülern mit der Frage „Weißt du noch ...?“ Es wurde sich erinnert, Geschichten wurden erzählt, und es gab viel zu lachen. „Wir sprechen nicht umsonst von der KHS-Familie, die Verbundenheit haben alle stets gespürt. Und auch die zahlreichen Aktivitäten wie der Weihnachtsbasar waren für die Schüler immer etwas Besonderes“, sagte Schmitz, der noch zwei Monate an einer anderen Schule aushilft, bevor er in den Ruhestand geht. Ebenso wie er haben auch Röschen Krüger, die Witwe seines Vorgängers Winfried Krüger, und ihre Zwillingsschwester Agnes Schelhaas überwiegend positive Erinnerungen an die vergangenen 50 Jahre. „Ich habe von 1958 bis 1993 in diesen Gebäuden unterrichtet“, sagte die 84-jährige Agnes Schelhaas, während sie gemeinsam mit ihrer Schwester die Bilder-Show verfolgte, die Heinz-Gerd Schmitz zusammengestellt hatte. Auf einen offiziellen Teil hatte er bewusst verzichtet und mischte sich nach einer kurzen Begrüßung unters Volk.

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