Grevenbroich: Kapellener Künstler stellt bei Konrad Beikircher aus

Grevenbroich : Kunst aus Kapellen für Beikircher

Künstler Jürgen Meister beteiligt sich an Ausstellung des bekannten Kabarettisten.

Rund 40 nationale und internationale Künstler beteiligten sich an einer Skulpturenausstellung, die jetzt auf dem historischen Katharinenhof von Konrad und Anne Beikircher bei Bad Godesberg eröffnet wurde. Darunter auch ein Grevenbroicher: Jürgen Meister aus Kapellen wurde von einer Jury ausgewählt. Er ist mit zwei Arbeiten aus Stahl vertreten.

Der bekannte Kabarettist Konrad Beikircher lebt seit 2011 in einem ehemaligen Forsthaus am Rande des Kottenforster Waldes. Gemeinsam mit seiner Frau Anne stellt er den im rheinischen Fachwerkstil erbauten Hof für Ausstellungen zur Verfügung. Mit Freunden haben beide den Verein „The Rhine Art“ gegründet, der im zweijährigen Rhythmus eine Außenskulpturen-Schau veranstaltet.

Jürgen Meister ist daran mit zwei Arbeiten unter dem Titel „Kommen und Gehen“ beteiligt. Eine 1,90 Meter hohe und 1,80 Meter breite Skulptur aus Stahl hat er auf einer Wiese unter mächtigen Bäumen postiert, eine kleinere Variante mit etwa 30 Zentimetern Durchmesser ist auf der Balustrade des Innenhofs zu sehen. „Eine Woche vor Beginn der Ausstellung wurden die Skulpturen angeliefert und mit mehr oder weniger großem Aufwand installiert“, schildert Meister, der begeister von der Kollegialität ist: „Obwohl Künstler Einzelkämpfer sind, gab es spontan gegenseitige Hilfestellung beim Aufstellen der schweren Objekte.“

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Auf einer in einem Rahmen befestigten Scheibe – etwa 180 Kilogramm schwer – hat Jürgen Meister rätselhafte Zeichen angeordnet. Sie sind angelehnt an die altägyptische Hieroglyphe „Kommen“ oder „Gehen“, die ein schreitendes Beinpaar zeigt. Dieses Symbol hat der Künstler immer wieder neu interpretiert und so angeordnet, „dass ein Kreislauf aus Werden,Wachsen und Vergehen“ entstand.

Einen maßgeblichen Anteil an der Realisierung der komplexen Skulptur hatte der Kapellener Werkzeugbauer Michael Kensbock. Handskizzen des Künstlers wurden von ihm aufwendig in eine digitale Form gebracht, um sie anschließend aus einem massiven Stahlblech herauszulasern. „Er hat ein Gespür für die Absichten des Künstlers und kann sich in seine Formenwelt hineinversetzen“, sagt Jürgen Meister. Auch wenn nicht alle Objekte realisiert werden konnten – etwa der vom Heimatverein „Kapellener Jonge“ angeregte Gedenkbaum habe sich die jahrelange Zusammenarbeit als fruchtbar herausgestellt.

(wilp)