1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Kapellener fordern rasche Verkehrsberuhigung

Problem im Neubaugebiet : Kapellener fordern rasche Verkehrsberuhigung

Im Fokus stehen mehrere Straßen im Neubaugebiet. Anwohner beobachten dort beinahe täglich brenzlige Situationen, weil sich Fahrer nicht an die Tempolimits halten.

Anwohner der Dinkelstraße und der Straßen „Im Weizenfeld“ sowie „Am Rübenacker“ fordern schnelle Maßnahmen, die Autofahrer zur Einhaltung des Tempolimits vor ihren Wohnhäusern bewegen. Ihnen geht es um den Schutz spielender Kinder im Neubaugebiet, deren Zahl die Bewohner allein im Umkreis der genannten Straßen auf mehr als 40 beziffern. Doch auch drei Wochen nach der Berichterstattung im Bürgermonitor der NGZ hat sich an der Verkehrssituation vor Ort nichts verändert.

„Die Schilder, die die verkehrsberuhigte Zone ausweisen, sind noch immer schlecht einsehbar, auch gibt es keine Geschwindigkeitstafeln oder andere Änderungen“, sagt Anlieger Stefan Longerich, selbst Vater zweier Töchter. Er setzt sich für kurzfristige Veränderungen ein, für Maßnahmen, die allgemein für leicht umsetzbar erachtet werden. Dazu zählen Blumenkübel, die den Verkehr ähnlich wie „Am Gehöft“ bremsen können, eine bessere Beschilderung, Piktogramme oder Geschwindigkeits-Messtafeln. „Unsere Kinder sind jetzt klein und sollten geschützt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein 18-jähriges Kind vor ein Auto läuft, ist doch viel geringer als bei Kindern im Alter von drei Jahren.“ Fast täglich beobachtet Longerich vor seiner Haustür brenzlige Situationen. Auch andere Bewohner hatten Ende August davon erzählt. Oftmals seien es Paketboten, die durch das Wohngebiet heizten.

  • An der Straße Zur alten Kaserne
    Bürgermonitor in Düsseldorf : Zu wenige Gehwege in der Gartenstadt
  • Sie und andere sprechen sich gegen
    Wegen Sorge vor Überflutung nach Starkregen : FDP und FWG lehnen Neubaugebiet in Bedburdyck ab
  • Brücke Kochschulstraße
    Was Mönchengladbachs Stadtverwaltung dazu sagt : 14 Jahre altes Brücken-Provisorium nervt Anwohner

Vor drei Wochen hatte der CDU-Politiker Mirko Gössing den Anwohnern zugesagt, sich für eine Lösung einzusetzen. Auf Anfrage erklärt er am Dienstag, dass es erste Gespräche gegeben habe. Formal sei der Bauausschuss zuständig, der jedoch noch nicht getagt habe. „Wir wollen eine gute Lösung für alle finden“, sagt er. Die Anwohner hoffen, dass die tatsächlich gefunden wird.