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Grevenbroich: Käthe-Kollwitz-Gesamtschule erhält Inklusionspreis des Kreises

Auszeichnung vom Rhein-Kreis : Inklusionspreis für die Kollwitz-Gesamtschule

An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ist Inklusion nicht nur Theorie, sondern wird tagtäglich mit 52 Inklusions-Schüler, das sind durchschnittlich drei Kinder pro Klasse, praktisch gelebt. Für diese Art der pädagogisch-fachkundigen Integration ist die Schule ausgezeichnet worden.

Bei einem Wettbewerb um Inkluionskonzepte erhielt Schulleiterin Dagmar Mitze jetzt vom Rhein-Kreis Neuss die Urkunde über den zweiten Platz. Er ist mit einem Geldpreis von 1000 Euro dotiert.

Das Lob, so erzählt sie, kommt Lehrer Konstantin Habich zu, seit einem Jahr unterrichtet er zusammen mit Kollegin Aida Oji das neu entwickelte Fach „Darstellung und Gestalten“. „Bei uns besteht es aus vier Elementen“, erklärt Konstantin Habich die Module Deutsch, Sport, Musik und Kunst, die gemeinsam eine kreative Ausrichtung erfahren. Darstellung, Tanz und Körpersprache stehen im Unterricht, der ab Klasse sieben bis Jahrgangsstufe 10 angeboten wird, im Mittelpunkt. „Besonders gefördert werden diejenigen, die „etwas nicht können oder sich etwas nicht trauen, es aber sukzessive erlernen“ – nämlich Courage und Selbstbewusstsein.

Um diese Methode intensivieren zu können, soll  vom Preisgeld eine Schattenwand angeschafft werden. Dieses etwa fünf Meter breite und drei Meter hohe Gebilde ist „Unterrichtsmaterial wie die Gitarre im Musikunterricht“, erläutert Habich die transparente Wand. Ihr Vorteil: Sie macht quasi unsichtbar, denn von hinten  beleuchtet, zeichnet  sich für den Zusehenden nur noch eine Silhouette ab. „Dieses Medium ist eine weitere Möglichkeit, sich zwar zu präsentieren, aber gleichzeitig distanziert zu bleiben“. Beides sind wichtige Module auf dem Weg des selbstbewusst Werdens, wie die Lehrer sagen.

(von)