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Grevenbroich: Junge Union kritisiert Kosten für Poller in Fußgängerzone

Politik in Grevenbroich : Junge Union kritisiert Kosten für Poller in Fußgängerzone

Die Junge Union (JU) kritisiert die City-Poller, die zurzeit an drei Stellen der Fußgängerzone montiert werden. „Die Absicht, Fahrzeuge außerhalb der Lieferzeiten herauszuhalten, ist sicherlich sinnvoll“, sagt Vizevorsitzender René Daners. Dass dafür rund 60.000 Euro teure Poller nötig seien, bezweifelt er jedoch.

„Mechanische Poller hätten eine kostengünstigere Alternativ darstellen können“, sagt Daners. Ihm würden sogar „auf Anhieb vier Stellen einfallen, von denen aus die Fußgängerzone befahren werden kann“.

Ebenfalls kritisch sieht der CDU-Nachwuchs, wie es die für die Poller benötigten Mittel in den Stadt-Haushalt geschafft haben. „Nach eine seinerzeit kritischen Diskussion im Bauausschuss waren die 60.000 Euro später im hunderte Seiten starken Haushaltsentwurf enthalten und den kommunalpolitischen ,Freizeit-Politikern’ daher nicht aufgefallen“, erinnert Daners. Dieses Vorgehen hatte auch CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser im September vergangenen Jahres kritisiert. Zudem bezweifelt die Junge Union, dass die Poller in ihrer jetzigen Form im Rat eine Mehrheit gefunden hätten. Transparente Entscheidungen sähen anders aus.

„Als Junge Union mussten wir uns in den vergangenen Jahren bisweilen für deutlich geringere Summen mit Vehemenz einsetzen“, sagt Vorsitzender Max von Borzestowski. Die Mittel zur Planung und Vorbereitung der Jugendparks etwa hätten gleich mehrfach beantragt werden müssen. „Ich warte auf den Tag, an dem zusätzliche Mittel für Spielplätze, Jugendarbeit oder andere Projekte, von denen junge Menschen profitieren, erfreulicherweise plötzlich im Haushalt auftauchen“, so von Borzestowski. Dies sei in den vergangenen Jahren für Jugendprojekte aber „leider nicht“ der Fall gewesen.

(NGZ)