Grevenbroich: Jugendamts-Elternbeirat stellt sich zur Wiederwahl

Eltern engagieren sich in Grevenbroich : Jugendamts-Elternbeirat stellt sich zur Wiederwahl

Jugendamts-Elternbeirat lädt zum Wahltermin am 28. Oktober im Rathaus ein.

Seit 2011 wird in der Schlossstadt der Jugendamtselternbeirat, kurz JAEB, ein mal im Jahr gewählt. Als Bindeglied zwischen Eltern und Verwaltung auch von Jugendamtsmitarbeitern geschätzt, steht dieses unabhängige Gremium jetzt vor einer neuen Wahl. Sie soll am 28. Oktober stattfinden, die Einladungen sind verschickt.

„Das ist jetzt einfach turnusmäßig dran“, erklärt Rebecca Siebert, seit Dezember 2018 Vorsitzende. Mit ihr zusammen wurden Christian Philippy, Jacqueline Buchholz, Nadja Gladyszewski, Franziska Reuter, Jose Otero, Heike Biermann, Tanja Tibelius und Thorsten Müller in dieses Amt gewählt. „Nicht alle stehen zur Wiederwahl“, weiß die Vorsitzende. Denn im Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) verankert, geht es im JAEB um die Belange von Kleinkindern – schulpflichtiger Nachwuchs wird nicht bedacht. Und weil die „Kinder mancher Mütter und Väter jetzt keine Kita mehr besuchen, sind die Vorgänge in Kitas für die Eltern nicht mehr so wichtig“. „Aber wer möchte, kann in unserem Beirat aktiv bleiben“, ergänzt Christian Philippy. Siebert und Philippy, so etwas sie Repräsentanten des derzeitigen JAEBs, würden sich zur Wiederwahl stellen, „vorausgesetzt, wir werden jeweils in den Beirat der Kita gewählt“, beschreiben sie den demokratischen Prozess.

„Vor einem Jahr habe ich noch kaum gewusst, dass wir in der Stadt einen JAEB haben. Geschweige denn, was er macht“, gibt Christian Philippy zu. Auch im Fahrtwasser der Elterninitiative „Kita Abzocke? Nein Danke!“ und dem konsequenten Nachsetzen bei den Forderungen rund um zu senkende Kita-Gebühren fanden einige den Weg ins Gremium. „Um uns für die Belange unserer Kinder stark zu machen.“

„Wir haben in den vergangenen Monaten einen Grundstein gelegt“, bilanziert die Vorsitzende den Erfolg der Gruppe. „Wir haben uns Gehör verschafft und das darf auf keinen Fall wieder verebben.“ Unter anderem wurde eine eigene Homepage installiert, auch in Netzwerken wie bei Facebook mischen Grevenbroichs Eltern mit. „Jede Mutter und jeder Vater soll wissen, was möglich ist und möglichst umfassend informiert sein“, lautet ein Ziel.

„Wir haben viele Dinge bewegt“, resümieren die JAEBler über Erfolge. Eine der spektakulärsten Einlassungen fand zur Beitragsrückerstattung bei freiem Träger oder städtischer Einrichtung statt, wenn das Kita-Personal beispielsweise krankheitsbedingt nicht betreuen kann. „Stolzer als auf dieses Team kann man nicht sein“, sagt die Vorsitzende über die „mega gute Zusammenarbeit“ – auch im Prozess mit den Verantwortlichen der Verwaltung. „So wollen wir gerne weiter machen.“

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